Kriminalität : Jugendbande wegen Raubserie vor Gericht

Mit Schreckschusspistolen sollen sieben Jugendliche ein Sonnenstudio und zwei Getränkemärkte in Steglitz und Neukölln überfallen haben. Mit der Beute, rund 12.000 Euro, wollten sie "Freizeitaktivitäten" finanzieren.

Berlin - Die Angeklagten im Alter von 17 bis 21 Jahren, darunter drei junge Frauen, müssen sich seit Donnerstag wegen ihrer Raubserie vor dem Berliner Landgericht verantworten. Im Internetcafe einer 21-jährigen Mitangeklagten in Steglitz soll sich die Gruppe im Oktober getroffen und die Überfälle vereinbart haben. Hauptangeklagter im Prozess ist ein 17-jähriger Schüler, der an allen drei Überfällen beteiligt gewesen sein soll. Ihm werden noch zwei weiter Raubüberfälle und eine Körperverletzung zur Last gelegt.

Laut Anklage hatte der Jugendliche die Angestellten mit einer täuschend echt aussehenden Schreckschusswaffe bedroht und zur Herausgabe der Tageseinnahmen aufgefordert. Die mitangeklagten Frauen sollen überwiegend im Fluchtauto gewartet oder das Geschäft zuvor ausgekundschaftet haben. Nach dem letzten Überfall am 11. Oktober wurden der 17-Jährige und ein 18-jähriger Mitangeklagter festgenommen. Der Haupttäter sitzt bis heute in Untersuchungshaft. Im Prozess war er geständig. Seinen Angaben nach "wussten alle, dass man auf diese Weise 'schnell zu viel Geld' kommen konnte" und die günstigste Zeit für Überfälle "kurz vor Ladenschluss" sei. Der Prozess wird nächste Woche Dienstag fortgesetzt. (tso/ddp)

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