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Berlin: Künstlerin erstochen: acht Jahre Haft

Berlin - Der Dealer stach in einem Streit um Drogen auf die Künstlerin Pilar Valadie ein. Das stand am Freitag für das Landgericht fest.

Berlin - Der Dealer stach in einem Streit um Drogen auf die Künstlerin Pilar Valadie ein. Das stand am Freitag für das Landgericht fest. Der 29-jährige Oumar G. wurde des Totschlags schuldig gesprochen. Für achteinhalb Jahre soll der Mann, der die 27-jährige Französin mit zehn Messerstichen umgebracht und die Leiche in den Landwehrkanal geworfen hatte, ins Gefängnis. Der Staatsanwalt war dagegen von einem Raubmord ausgegangen und hatte auf eine lebenslange Haft plädiert.

Die Künstlerin und der Dealer trafen sich am 18. April 2011 in einem Spätkauf in Kreuzberg. Dort saß der Senegalese, der mit Rauschgift handelte. Die Französin, die sich mit experimenteller Musik befasste, fragte nach Kokain. In einer von ihm genutzten Wohnung gab er ihr Speed für 50 Euro. „Sie hatte kein Geld dabei, bot stattdessen an, mit ihm zu schlafen“, hieß es im Urteil. Als er ablehnte, wollte sie mit dem Stoff weglaufen. Sie habe damit den Streit provoziert. So hatte es G. geschildert. Sie hätten erst an ihrer Tasche gezerrt, dann habe sie ihn geschubst und schließlich ein Küchenmesser vom Tisch genommen und ihn damit bedroht. Er habe aus Angst zugestochen, behauptete G. In diesem Punkt kam das Gericht jedoch zu einem anderen Schluss: „Sein Motiv war Wut, er hatte keinen Grund, sich vor der ihm körperlich unterlegenen Frau zu ängstigen.“ K.G.

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