Lassafieber-Patientin in Berlin : Wie Berlin die Betreuung der Frau koordiniert

Eine Frau, vermutlich an Lassafieber erkrankt, wurde nach Berlin eingeflogen. In seiner Glosse sagt unser Autor: Wenn’s darauf ankommt, funktioniert Berlin.

Am Flughafen Tegel kam die Krankenschwester an.
Am Flughafen Tegel kam die Krankenschwester an.Foto: dpa

Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste, Krankenhäuser üben ständig für den Ernstfall. In den frühen Morgenstunden des Samstag trat er ein, auf dem Flughafen Tegel, und mehr als 50 Frauen und Männer von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Flughafenmitarbeitern waren seit dem Vorabend darauf vorbereitet.

Die Feuerwehrleute kamen gerade von zwei gefährlichen Nachteinsätzen im Wedding und in Moabit. Sie alle kümmerten sich um eine junge Frau, die mit einem Ambulanzflugzeug aus Sierra Leone eintraf. Die 31-jährige Berlinerin, eine Krankenschwester, hatte sich beim Einsatz in Afrika möglicherweise mit dem Lassa-Fieber infiziert.

Das ist hoch ansteckend, wie Ebola, es gibt kein Medikament dagegen. Nur die Betreuung in einer hoch spezialisierten Klinik mit Isolierstation kann dieses Leben retten.

Wenn’s darauf ankommt, klappt es, im Bezirk und in der Stadt

Im Virchow-Klinikum ist eine von zwölf deutschen Spezialstationen. Unter besonderen Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen wurde die junge Frau dorthin gebracht. Das Gesundheitsamt Reinickendorf koordinierte die Aktion, weil der Flughafen in diesem Bezirk liegt.

Dessen Leiter, Patrick Larscheid, bangt nun wie alle an der Aktion Beteiligten, dass die junge Frau gerettet werden kann. Und sagt am Vorabend des zweiten Advent: Wenn’s darauf ankommt, klappt es, im Bezirk und in der Stadt. Das hat etwas Tröstendes, es passt in die Weihnachtszeit.

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