„Die ewige Flickschusterei rächt sich nun massiv.“

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Lehrermangel in Berlin : Jetzt sollen die Berlin-Werber helfen

Rund 650 Lehrer wurden bereits zum Februar eingestellt. Zusammen mit den noch benötigten 1700 steigt die Zahl der neuen Lehrer 2014 auf über 2300 – mehr denn je. Weitere Löcher will Scheeres mit Pensionären stopfen und durch Umsetzungen von Mangelfachlehrern zwischen Schulen. Die CDU sieht weiterhin in der Rückkehr zur Verbeamtung die beste Lösung, um zumindest die Konkurrenz zu den anderen Bundesländern zu mindern.

„Die ewige Flickschusterei rächt sich nun massiv“, kommentierte der Sprecher der Lehrerinitiative „Bildet Berlin“, Florian Bublys, die Einstellungspolitik der letzten Jahre. Der Zusammenhang von Qualifizierung und Qualität spiele „keine Rolle mehr“. Das sei das Gegenteil von dem, was durch das neue Lehrerbildungsgesetz angestrebt worden sei, das ja gerade besser qualifizierte Pädagogen zum Ziel habe.

Dieses Gesetz ist zwar beschlossen, aber weiterhin heftig umstritten: Die CDU sieht noch immer die Gefahr, dass sich die Studiengänge von Gymnasial- und Sekundarschullehrern nicht genug unterscheiden. Anlass der Sorge ist eine entsprechende neue Verordnung aus der Bildungsverwaltung. CDU-Bildungsfachmann Stefan Schlede erwartet, dass die Verordnung im Senat noch nachgebessert wird.

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