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Leichenfund nach Brand : Ermittler vermuten Tötung im Obdachlosenmilieu

Nach dem Brand einer Lagerhalle in Treptow-Köpenick ist eine Leiche gefunden worden. Jetzt ermittelt die Mordkommission gegen fünf Verdächtige

Foto: Imago / Snapshot

Bei dem Brand einer Lagerhalle am Dienstagmorgen in Friedrichshagen haben Rettungskräfte eine tote Person entdeckt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sie Opfer eines Tötungsdelikts wurde, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Ermittler gehen nach Tagesspiegel-Informationen von einer Tat im Obdachlosenmilieu aus.

Das 1000 Quadratmeter große Gebäude habe vollständig in Brand gestanden, teilte die Feuerwehr am Dienstagvormittag mit. Das Feuer griff auch auf den umliegenden Wald über, wie es weiter hieß. Am Dienstagmorgen war das Feuer unter Kontrolle, nur Teile des Waldes seien abgebrannt.

Ermittler der Mordkommission und das Brandkommissariat des Landeskriminalamtes untersuchten den Brandort am Müggelseedamm. Nach vorläufigen Erkenntnissen brach das Feuer um 4 Uhr aus. Vier am Brandort aufgefundene Personen, zwei Frauen, zwei Männer im Alter von 22 bis 47 Jahren, kamen zunächst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in ein Krankenhaus, sind dann der Mordkommission zur Vernehmung überstellt worden.

Alle Personen gelten als tatverdächtig, ebenfalls ein 37-Jähriger, der sich am Brandort zu erkennen gegeben hat. Vermutlich hatten die Opfer des Feuers in dem Gebäude geschlafen. Ob die verbrannte Person ein Mann oder eine Frau war, blieb zunächst unklar.

Die Lagerhalle stand leer, 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand. In direkter Nachbarschaft haben die Staatlichen Museen zu Berlin ihre Depots. Auch die alte Lagerhalle soll laut Feuerwehr einst von den

Staatlichen Museen genutzt worden sein.

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