Fenster, Türen, Dächer - eine Milliarde Euro fehlt schätzungsweise

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Marode Schulen : Ausgeturnt

Der Bezirkselternausschuss in Steglitz-Zehlendorf verweist darauf, dass der Senat den Brennpunktschulen gerade erst zehn Millionen Euro in Aussicht gestellt habe – doch auch an anderen Schulen fehle Geld. Wie drängend das Problem ist, zeigt sich etwa am Beethoven-Gymnasium in Lankwitz. Dort war bereits im September vorigen Jahres ein Stück aus der Stuckverzierung abgebrochen und zu Boden gestürzt. „Zum Glück passierte das abends, als niemand auf dem Gelände war“, sagt Schulleiterin Gunilla Neukirchen. Das Bezirksamt habe das Gebäude danach sofort auf weitere Schäden überprüfen lassen, aber Entwarnung gegeben.

Auch sonst herrsche an der Schule ein großer Sanierungsbedarf, etwa bei den Fenstern. Zumindest die Sanitäranlagen in der Turnhalle würden jetzt renoviert, erzählt Neukirchen – mit Mitteln aus dem Schulsanierungsprogramm.

Die Mittel dafür hat der Senat im letzten Jahr deutlich aufgestockt. 2013 stehen den Bezirken 64 Millionen Euro zur Verfügung. Nach Einschätzung der Bezirke reicht das aber bei weitem nicht aus. Sie gehen von einem berlinweiten Bedarf von einer Milliarde Euro aus. Noch nicht eingerechnet sind dabei die Kosten für Umbauten, um Schulen behindertengerechter zu machen. Bisher sind nach Angaben der Senatsbildungsverwaltung erst knapp zehn Prozent der Schulen rollstuhlgerecht ausgestattet.

Bildungsstadtrat Stefan Komoß beziffert den Rückstau allein in Marzahn-Hellersdorf auf 70 Millionen Euro. Durch die Förderprogramme des Bundes und des Landes habe der Sanierungsdruck in den letzten Jahren etwas abgefedert werden können. Dennoch sei eine weitere finanzielle Unterstützung nötig – sonst müsse man noch öfter mit kurzfristigen Sperrungen wie jetzt an den Grundschulen in Mahlsdorf und Kaulsdorf rechnen.

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