Ein provisorischer Anbau hätte 400.000 Euro gekostet

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Exklusiv
Messebahnhof zu klein : Die nächste Panne am Großflughafen

Weil sich lange nichts tat, drohte der BDLI Anfang 2010 mit dem Abzug der Ila aus der Region und nahm Kontakt zu anderen Flughäfen auf. Am Schluss setzte sich dann Schönefeld mit dem neuen Standort Selchow gegen Leipzig durch. Und dabei spielte auch der Anschluss ans S-Bahn–Netz durch den benachbarten Bahnhof Waßmannsdorf eine wesentliche Rolle. Dabei war längst entschieden, den Haltepunkt bescheiden zu halten. Bereits zu der diesjährigen Ila vom 11.bis zum 16. September wollten die Veranstalter den Bahnhof nutzen. Ein provisorischer Anbau der auf einem Damm liegenden Bahnsteige durch ein Gerüst mit einer weiteren Treppe hätte nach Berechnungen der Messe 400.000 Euro gekostet. Eine Summe, die niemand aufbringen wollte.

Zudem wäre auch der Sonderverkehr betrieblich sehr aufwendig gewesen. Die Züge hätten alle ohne Fahrgäste bis in den Flughafenbahnhof fahren müssen, weil nur dort auf das Gleis für die Rückfahrt gewechselt werden kann. Am Bahnhof Waßmannsdorf gibt es keine Weichen; für die Bahn ist er deshalb nur ein Haltepunkt. In Betrieb geht die Strecke erst, wenn der Flughafen eröffnet ist. Zum neuen Messegelände kommen die Besucher nun nur mit Bussen, die unter anderem wie in den vergangenen Jahren auch am Bahnhof Schönefeld abfahren und dann den Haltepunkt Waßmannsdorf passieren.

Wie bei der nächsten Ila 2014 verfahren wird, ist nicht geklärt. Für die ersten Tage, wenn nur Fachbesucher zugelassen sind, kann die neue Station genutzt werden, ist Haase überzeugt. Was aber an den Publikumstagen mit dem Massenandrang passiert, weiß bisher niemand. Sollte es keinen Umbau geben, passieren die Züge den „Ila-Bahnhof“ vielleicht sogar ohne Halt. Für Besucher, die mit dem Auto zur Ila wollen, ist dagegen besser vorgesorgt. Am Messegelände gibt es einen – gebührenpflichtigen – Parkplatz mit rund 10000 Stellflächen und einer provisorischen Abfahrt von der Bundesstraße B 96 bei Blankenfelde-Mahlow. 2700 Autos können so stündlich durchgeschleust werden, heißt es bei der Messe. Die provisorische Ausfahrt soll zwar nach der Ila wieder beseitigt werden, doch hinter den Kulissen wird bereits spekuliert, damit länger zu warten. Die nächste Ila kommt ja bestimmt.

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