• Mit der Vespa von Berlin nach Goa: "Wir wollten von der Stadt der Currywurst ins Land des Currys"

Mit der Vespa von Berlin nach Goa : "Wir wollten von der Stadt der Currywurst ins Land des Currys"

Wolfgang Pröhl reiste von Berlin nach Indien. Ein halbes Jahr, 20.000 Kilometer, 15 Länder – auf der Vespa. Nun kommt der Film zur Reise in Berlins Kinos.

Vespa statt E-Roller. Von der Stadt der Currywurst reisten die Österreicher ein halbes Jahr lang ins Land des Currys.
Vespa statt E-Roller. Von der Stadt der Currywurst reisten die Österreicher ein halbes Jahr lang ins Land des Currys.Foto: promo

Herr Pröhl, wieso starten drei Österreicher ihren Trip nach Goa ausgerechnet in Berlin?

Unser Plan war es, von der Stadt der Currywurst ins Land des Currys zu reisen. Also sind wir in die Schloßstraße in Steglitz und haben in der „Bratpfanne“ eine Currywurst gegessen. Die erste in meinem Leben – war gar nicht schlecht! Danach hat uns der lokale Vespa-Club aus der Stadt eskortiert. Ein toller Start!

Wie kamen Sie auf diese Idee?
Ich saß mit meinem Freund Christian in einer Bar in Verona. Der ideale Ort für Spinnereien. Beim ersten Prosecco wollten wir bis Istanbul, nach dem zweiten Glas Wein schon bis Georgien und nach den Antipasti bis nach Indien. Ein Jahr später sind wir dann gestartet.

Mit der Vespa. Ein E-Roller würde doch mehr im Trend liegen.
Ich bin schon einmal mit der Vespa von Wien nach Palermo gefahren, das war ein tolles Erlebnis. Außerdem ist Christian Mechaniker, das gibt Sicherheit. Letztlich hatten wir aber nur zwei Platten und einmal mussten die Stoßdämpfer ausgetauscht werden. In Tibet ist uns allerdings auf 5200 Metern nachts bei minus acht Grad der Anhänger abgebrochen. Das war nicht ohne. Nachdem wir uns eine Stunde am Scheinwerfer der Vespa gewärmt hatten, kam aber ein LKW. Das hat uns gerettet.

Ihre Route führte die Österreicher auch über Tibet und Nepal.
Ihre Route führte die Österreicher auch über Tibet und Nepal.Foto: promo

Sie sind ein halbes Jahr über 20 000 Kilometer mit Ihrer Lebensgefährtin und Ihrem Freund durch 15 Länder gereist. Was hat Sie am meisten überrascht?
Dass wir immer noch miteinander sprechen (lacht). Nein, die Gastfreundschaft! Die hat uns ins Ziel getragen – und oft unsere Tagesplanung durcheinandergebracht. Wir wurden so oft eingeladen, das hat uns den Menschen und Ländern nähergebracht.

Hand aufs Herz, wo war der Verkehr schlimmer: in Delhi oder Berlin?
Der Verkehr in Berlin ist besser als sein Ruf, ich fahre hier gerne mit dem Auto. In Delhi kannst du ja nicht einmal links abbiegen, immer steht da eine Kuh, eine Rikscha oder ein Tuk-Tuk.

Sie sind seit eineinhalb Jahren zurück. Zieht es Sie wieder in die Welt?
Wir liebäugeln mit dem Gedanken, wieder nach Indien zu fahren. Dann aber auf einer anderen Route über Sibirien, die Mongolei, Myanmar – 2021 soll es losgehen. Dann aber mit einer Ente.

„Elephant to India“ kommt regulär im Herbst in die Kinos, am Donnerstag, 5. März (20 Uhr) und Sonntag, 8. März (13.15 Uhr) läuft die Dokumentation im Kino Union in Friedrichshagen in Anwesenheit von Wolfgang Pröhl. Weitere Infos unter: elephant-to-india.com

Hinweis: In einer früheren Version haben wir die Schloßstraße nach Charlottenburg verlegt, sie befindet sich natürlich in Steglitz. Wir bitten Sie, den Fehler zu entschuldigen.

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