Mobilität in Berlin : Senat will E-Roller – aber nicht auf Gehwegen

In elektrischen Tretrollern sieht der Regierende Bürgermeister eine Chance für eine saubere Stadt. Doch die Gehwege sollten für Fußgänger frei bleiben.

Elektroroller können eine Alternative zur Fortbewegung per Verbrennungsmotor bieten. (Symbolbild)
Elektroroller können eine Alternative zur Fortbewegung per Verbrennungsmotor bieten. (Symbolbild)Foto: Herbert Neubauer/ picture alliance/dpa

Berlin steht der Genehmigung von elektrischen Tretrollern nicht ablehnend gegenüber. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sagte am Dienstag, man werde die Initiative des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU) „konstruktiv aufgreifen, weil alles hilft, um eine saubere Stadt zu werden und zu bleiben“.

Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) solle nun eine Entscheidungsvorlage erarbeiten. E-Roller könnten auch für Berlin eine Chance sein, „den motorisierten Individualverkehr mit dem Verbrennungsmotor zu vermeiden“. Allerdings müssten Fußwege „geschützte Räume für Fußgänger“ bleiben.

Konkret geht es um „Elektrokleinstfahrzeuge“, die zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde (km/h) schnell fahren können und eine Lenk- oder Haltestange haben. Sie dürfen höchstens 70 Zentimeter breit sein, 1,40 Meter hoch und zwei Meter lang sein und ein Maximalgewicht von 55 Kilogramm haben. Bei weniger als 12 km/h sollen die Gefährte innerorts nur auf Gehwegen und Geh- und Radwegen fahren. Die Verordnung von Scheuer liegt zur Prüfung in Brüssel, wie es bei technischen Vorschriften üblich ist. Auch der Bundesrat muss zustimmen.

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!