Nach Bluttat in Berlin-Charlottenburg : Täter nach Schießerei weiter auf der Flucht

Die Spur führt wohl ins Milieu der Clan-Kriminalität. Doch die Täter, die zwei Männer am Samstagmorgen in Charlottenburg niedergeschossen haben, sind weiter auf der Flucht.

Am Tatort. Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik der Polizei in der Wielandstraße. 
Am Tatort. Ein Fahrzeug der Kriminaltechnik der Polizei in der Wielandstraße. Foto: Paul Zinken/dpa

Nach den Schüssen in Charlottenburg fahndet die Polizei weiterhin nach den Tätern. Festgenommen wurde im direkten Zusammenhang mit der Tat bislang niemand, wie ein Polizeisprecher am Sonntagvormittag sagte. Anwohner hatten,wie berichtet, am frühen Samstagmorgen mehrere Schüsse gehört und die Einsatzkräfte alarmiert. Diese fanden in der Kantstraße zwei 25-Jährige mit schweren Schussverletzungen. Die Männer wurden ins Krankenhaus gebracht und dort operiert. Ob sie inzwischen vernommen werden konnten, wurde zunächst nicht bekannt.

Zu den Hintergründen der Tat konnte die Polizei bisher keine Angaben machen. Wie der Tagesspiegel aus der Justiz erfuhr, gibt es Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit Clan-Kriminalität.

Bei einem der beiden angeschossenen Männer soll es sich um ein Mitglied des Remmo-Clans, einer polizeibekannten deutsch-arabischen Großfamilie handeln. Ob die Schießerei tatsächlich als Clankriminalität eingestuft werden kann, werde aber noch geprüft, hieß es.  (Tsp/dpa)

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