• Nach Brand in Neuköllner Tiefgarage: 120 Bewohner dürfen bald in ihre Wohnungen zurück

Nach Brand in Neuköllner Tiefgarage : 120 Bewohner dürfen bald in ihre Wohnungen zurück

Mitte Juli legte ein Mann in einer Tiefgarage in der Jahnstraße Feuer, das Haus galt danach als einsturzgefährdet. Alle Bewohner mussten evakuiert werden. 

Rußgeschwärzt. Die Brandstiftung brachte Bewohner über der Garage in Lebensgefahr.
Rußgeschwärzt. Die Brandstiftung brachte Bewohner über der Garage in Lebensgefahr.Foto: Britta Pedersen/dpa

Nach rund zwei Wochen zeichnet sich für 120 Mieter eines Wohnhauses in der Neuköllner Jahnstraße ab, dass sie bald wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. In der Tiefgarage des Eckhauses hatte ein Mann in der Nacht zum 13. Juli acht Autos und zwei Motorräder angezündet. Der Rauch gelangte auch in das Wohnhaus.

Drei Tage später erklärte ein Statiker das Haus für möglicherweise einsturzgefährdet, alle Bewohner mussten umgehend ihre Wohnungen verlassen. Der mutmaßliche Brandstifter wurde gefasst, sein Motiv ist bislang unklar.

Am Donnerstag meldete das Neuköllner Bezirksamt, dass das Haus nun in Kürze wieder bewohnbar sein soll. Demnach habe ein Sachverständiger dem Haus mittlerweile die Standfestigkeit bescheinigt, die Brandsicherheit hingegen nicht.

Um das Haus gegen künftige Brände zu sichern, soll ab dem kommenden Montag, dem 3. August, eine Brandschutzwand errichtet werden, teilte das Bezirksamt mit. Spätestens in der Woche vom 17. August sollen die Bauarbeiten beendet und das Haus wieder für die Mieter wieder freigegeben werden. 

Davon ausgenommen seien lediglich eine Wohnung im Erdgeschoss sowie eine gastronomische Einrichtung. Für die betroffenen Mieter werde eine andere Wohnung im selben Haus zur Verfügung gestellt. 

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"Mit der heutigen Aussicht auf ein Ende der schwierigen Situation haben die Familien Klarheit, wie es mit ihren Wohnungen weitergeht. Bis zur Wiederherstellung der Bewohnbarkeit unterstützt das Bezirksamt die Mieter*innen im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterhin nach Kräften", teilte die zuständige Stadträtin Karin Korte (SPD) mit. 

Zuvor hatte das Bezirksamt sich für die überwältigende Resonanz auf einen Spendenaufruf für die betroffenen Mieter bedankt. 
 

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