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Arbeiter beheben den Schaden nach einem Kabelbrand an der S-Bahnstrecke zwischen Grunewald und Wannsee..

© dpa

Update

Strecke zwischen Grunewald und Nikolassee: Nach Brandanschlag: Die Züge fahren wieder

Zehntausende Fahrgäste waren betroffen, darunter viele Pendler von und nach Potsdam: Ein offenbar von Linksextremen verübter Brandanschlag hat am Donnerstag die Bahn-Strecke nach Wannsee lahm gelegt. Inzwischen wurde der Verkehr wieder aufgenommen.

Linksextremisten haben am frühen Donnerstagmorgen an der S-Bahn-Strecke zwischen Nikolassee und Grunewald einen Verteilerkasten der Bahn angezündet. Die Strecke nach Wannsee war daher seit 3.15 Uhr früh gesperrt, da mit dem elektronischen Stellwerk in Wannsee die Signale an der Strecke ausfielen.

Betroffen waren Zehntausende Fahrgäste, darunter viele Pendler von und nach Potsdam. Eine Bahnsprecherin sagte dem Tagesspiegel, die Aufräum- und Reparaturarbeiten würden sich schwieriger als gedacht gestalten. Erst am späten Donnerstagabend teilte die Bahn mit, dass der Verkehr sowohl auf der S-Bahnlinie 7 als auch bei der Regionalbahn wieder aufgenommen worden sei. Ein Lkw-Fahrer hatte am Donnerstagmorgen von der Avus aus den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. „Um 3.16 Uhr ging der Notruf bei uns ein, wenige Minuten später waren unsere Männer vor Ort", sagte ein Sprecher. Der Anschlag sei zwischen den S-Bahnstationen Grunewald und Nikolassee beziehungsweise den Avus-Ausfahrten Hüttenweg und Spanische Allee auf der Höhe des Fischerhüttenwegs verübt worden. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.

Zu dem Brandanschlag bekannte sich am Vormittag eine Gruppe "Vulkan Grimsvötn". Die Selbstbezichtigung unter dem Titel "Vom Grollen der Vulkane in den Metropolen: 1. Mai verlängert" wurde auf einer linksextremistischen Internetseite veröffentlicht, wie bei vorangegangenen Anschlägen auf die Bahn auch.  Tradition hat mittlerweile, dass sich die Täter nach isländischen Vulkanen benennen. Bei einem Anschlag nahe  Ostkreuz 2012 hatten sich die Täter den Namen Eyjafjallajökull gegeben, 2011 firmierten sie als Hekla. In dem Schreiben heißt, dass der Tatort bewusst in Zehlendorf gesucht wurde, um die "besseren Wohngegenden" zu treffen.

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