Nach Krach mit Alice Weidel : AfD-Politiker schmeißt im Bundestag hin

Der Berliner AfD-Politiker Hans-Joachim Berg hat seinen Job als Fraktionsgeschäftsführer im Bundestag gekündigt. Fraktionschefin Weidel hatte ihm die operative Verantwortung entzogen.

Hans-Joachim Berg beim Straßenwahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl 2016 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.
Hans-Joachim Berg beim Straßenwahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl 2016 im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Er ist seinen Job im Bundestag los: Der Berliner AfD-Politiker Hans-Joachim Berg hat als Fraktionsgeschäftsführer seiner Partei im Bundestag hingeschmissen. Eigentlich sollte er die Fraktion managen, war für Organisatorisches zuständig.

Doch es krachte zwischen ihm und Fraktionschefin Alice Weidel. Laut „Bild“ angeblich wegen der sogenannten „Schnittchen-Affäre“: Die AfD-Fraktion im Bundestag hatte für mehrere zehntausend Euro Schnittchen und Kuchen bestellt, was bei den Unterstützern der Partei gar nicht gut ankam.

"Völlig inkompetent"

Aus Parteikreisen ist aber zu hören, dass die Fraktionschefin Berg insgesamt für „völlig inkompetent“ gehalten habe. Auch Berliner Parteifreunde sagen: „Er ist schlicht unqualifiziert für den Posten.“

Weidel degradierte Berg zunächst, entzog ihm die operative Verantwortung, sodass er nun selbst gekündigt hat. Für den Juristen Berg, der früher in der CDU war und als Referatsleiter in der Bundestagsverwaltung tätig, ist das eine herbe Enttäuschung.

Zuvor war ihm der Einzug in den Bundestag über die AfD-Landesliste nicht gelungen. Der Posten als Fraktionsgeschäftsführer hätte eine Art Trostpreis sein können. Ohne Aufgabe ist Berg jetzt trotzdem nicht: Er kann seine Energie wieder auf die Arbeit als Mitglied des Abgeordnetenhauses konzentrieren.

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