Nach Sondierungen in Brandenburg : Dietmar Woidke erwartet keine „Liebesheirat“

Am Donnerstagabend wird entschieden, welche Koalition Brandenburg zukünftig regieren wird. Der Ministerpräsident hat dabei ein klares Ziel vor Augen.

Dietmar Woidke (SPD), Michael Stübgen (CDU) und Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) nach den Sondierungsgesprächen.
Dietmar Woidke (SPD), Michael Stübgen (CDU) und Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) nach den Sondierungsgesprächen.Foto: Patrick Pleul/dpa

In Brandenburg wird am Donnerstagabend entschieden, welche Koalition das Land nach der Landtagswahl mit dem knappen Wahlsieg von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) vor der AfD künftig regieren soll. Nach Tagesspiegel-Recherchen läuft es weiterhin eher auf ein Kenia-Bündnis von SPD, CDU und Grünen hinaus, das eine Mehrheit von sechs Stimmen hätte. Nach der Abwahl der rot-roten Koalition wird „Kenia“ intern von Woidke favorisiert. Die Grünen haben wegen inhaltlicher Nähe und der Stimmung der Parteibasis bisher Rot-Grün-Rot bevorzugt, das eine Stimme Mehrheit im Landtag hätte.

Am Mittwoch ließen Woidke und Grünen-Verhandlungsführerin Ursula Nonnemacher vor Journalisten offen, was sie den Parteien empfehlen werden. Seine Prämissen für die künftige Koalition formulierte Woidke so: „Solche Bündnisse sind keine Liebesheirat. Aber das Ziel ist klar: Wie kann man das Land in den kommenden Jahren mit einer stabilen Regierung gut weiter entwickeln.“

Die seit zwei Wochen laufenden Sondierungen sollten am Mittwoch beendet werden. Für Donnerstagabend haben SPD, Grüne, CDU und Linke außerordentliche Sitzungen ihrer Führungsgremien anberaumt.

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