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Nach wochenlangem Corona-Shutdown : Schlangen vor Berliner Friseursalons

Nach wochenlanger Schließung öffneten am Montag die Friseursalons. Vor einigen bildeten sich Schlagen. Einen regelrechten Ansturm gab es in Brandenburg.

Ein lange Schlange hat sich vor einem Friseurladen in Berlin-Köpenick gebildet.
Ein lange Schlange hat sich vor einem Friseurladen in Berlin-Köpenick gebildet.Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Nach einer sechs Wochen langen Schließung wegen der Coronapandemie durften die Berliner Friseure am Montag wieder öffnen.

Vor einigen Salons bildeten sich bereits am Morgen lange Schlangen. Viele Friseure hatten im Vorfeld online und telefonisch Termine vergeben und sind für die kommenden Tage oder sogar Wochen ausgebucht.

In den Salons gelten einige coronabedingte Regeln. Da sich der Mindestabstand von 1,50 Meter beim Schneiden nicht einhalten lässt, sollen sowohl Kunden als auch Friseure einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Der Szene-Friseur Frank Schäfer bedient im Schönheitssalon "Frank und Amanda" in Berlin heute wieder die ersten Kunden.
Der Szene-Friseur Frank Schäfer bedient im Schönheitssalon "Frank und Amanda" in Berlin heute wieder die ersten Kunden.Foto: Jens Kalaene/dpa

Vor dem Schneiden müssten die Haare gewaschen werden, heißt es in einem Arbeitsschutzstandard der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

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Demnach sind sogenannte gesichtsnahe Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege vorerst nicht erlaubt.

Außerdem soll in den Salons ein ausreichender Abstand zwischen den Menschen sichergestellt werden - etwa indem weniger Kunden gleichzeitig bedient werden.

In Brandenburg haben die Salons einen regelrechten Ansturm erlebt. „Beim Öffnen standen die Kunden schon vor dem Laden Schlange“, sagte Kerstin Dase, Obermeisterin der Friseurinnung im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, am Montag. Deutschlandweit habe es eine überwältigende Nachfrage gegeben, bestätigte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller.

Mit Blick auf die nächsten Tage rechnet Kerstin Dase nicht mit einem Abbruch des Ansturms. „Das Telefon stand heute kaum still.“ (dpa)

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