• Nachfolge von Klaus Wowereit: Michael Müller: "Berlin muss eine Stadt der Arbeit werden"

"Ich weiß, wie Berlin tickt"

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Nachfolge von Klaus Wowereit : Michael Müller: "Berlin muss eine Stadt der Arbeit werden"

Herr Müller, was ist Ihre größte Stärke?

Ich bearbeite seriös und sachlich die Probleme solange, bis sie vernünftig gelöst sind. Mit Herzblut, Engagement und Spaß daran. Ich weiß, wie Berlin tickt.

Und was ist Ihre größte Schwäche?

Ich habe mir sagen lassen: Mir sieht man an, wenn ich schlechte Laune habe. Ich finde es nicht schön, wenn etwas nicht gelingt und mache keinen Hehl daraus. Aber ich beruhige mich auch schnell wieder. So schlimm ist es also nicht mit mir.

Sie werben mit Sachlichkeit, Seriosität und Akribie. Aber was bieten Sie Neues?

Vielleicht ist das ja was Neues. Sehen Sie, jede politische Phase Berlins braucht den dazu passenden Regierenden Bürgermeister. Berlin musste nach der schwierigen Phase des Zusammenwachsens vor allem als Hauptstadt und Metropole ein neues, international attraktives Selbstverständnis bekommen. Dafür hatten wir mit Klaus Wowereit genau den richtigen Repräsentanten. Jetzt kommen wir in eine neue Phase, in der viele stadtpolitisch drängenden Probleme intensiv angegangen werden müssen. Da biete ich nicht nur das Zupackende, das nötig ist, sondern auch eine Menge Sachverstand.

Bleibt der Senat, wie er ist, sollten Sie ins Rote Rathaus einziehen?

Ohne Not werde ich kein funktionierendes Team auseinander reißen. Und ich gehöre auch nicht zu denen, die schon in der Bewerbungsphase Kabinettslisten zusammenstellen und Posten verteilen.

Aber wer ist künftig für Glamour und Party zuständig?

Da unterschätzen Sie mich mal nicht.

Es hängt Ihnen an, dass sie seriös und sachlich, aber auch ein bisschen bieder sind…

… jaja, farblos, blass, dröge. Das habe ich alles schon gehört.

Was würden Sie gern mal Verrücktes tun?

(lacht) Soweit kommt’s noch, dass ich Ihnen das erzähle! Aber wer mich näher kennt, der weiß: Viele Klischees, die mir angehängt werden, stimmen nicht. Jeder muss sich doch wohlfühlen, so wie er ist. Ich bin ganz bei mir, bin auch freier geworden in den letzten Jahren. Sie werden es also nie erleben, dass ich Klaus Wowereit kopiere.

96 Ortsteile, 96 Bilder, 100 Prozent Berlin
Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten Bilder aus dem hippen/dreckigen/juten, alten Neukölln (je nach Alter und Herkunft).Und stellen zwei knifflige Fragen: In welchem Ortsteil steht das Karstadt am Neuköllner Hermannplatz? Genau, in Kreuzberg (der Bürgersteig ist die Grenze, das überragende Dach gehört zu Neukölln). Und wer sind die beiden Figuren in der Mitte? Das "tanzende Pärchen" steht dort seit den 80ern, erschaffen wurde es von Joachim Schmettau und drehte sich früher sogar mal. Moment: Joachim Schmettau ... Schmettau? Ja, genau, das ist auch der Mann vom markanten Wasserklops am Europa-Center.Weitere Bilder anzeigen
1 von 96Foto: Kitty Kleist-Heinrich
14.01.2016 08:38Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten...
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