Nachwuchs im Zoo : Pandababys erkunden ihre Umgebung

Acht Kilo, sehr süß - aber noch zu klein für die ganz große Bühne: Der Zoo präsentiert neue Fotos der Panda-Zwillinge.

Verena Mayer
Frischflausch. Meng Yuan (li.) und Meng Xiang auf einer Liegeplattform um Pandastall.
Frischflausch. Meng Yuan (li.) und Meng Xiang auf einer Liegeplattform um Pandastall.Foto: promo

Sie sind noch etwas wackelig auf den Beinen. Für eine erste Erkundungstour über die hölzerne Liegeplattform im Pandastall reicht es aber schon, wie Fotos und ein Video zeigen, die der Zoo am Donnerstag veröffentlichte. Die Freude war groß, als der Berliner Zoo im Sommer letzten Jahres Panda-Nachwuchs bekam. Zwei kleine rosa Knäuel, kaum größer als eine Hand, blind und nur spärlich behaart waren Meng Xiang und Meng Yuan bei ihrer Geburt Ende August.

Mittlerweile bringen die beiden Jungs mehr als acht Kilogramm auf die Waage, ihr Hör- und Sehvermögen hat sich deutlich verbessert. „Die Panda-Zwillinge haben sich in den vergangenen Wochen rasant entwickelt. Und sie werden von Tag zu Tag neugieriger und auch geschickter. Der Zweitgeborene Meng Yuan ist momentan der aktivere der beiden“, sagte Direktor Andreas Knieriem laut einer Mitteilung des Zoos. 

Zoobesucher müssen sich noch etwas gedulden

Besucher müssen sich noch etwas gedulden, bis sie den Nachwuchs bestaunen können. Bevor Meng Yiang und Meng Yuan ihren ersten Ausflug vor Zuschauern wagen, wird es noch ein paar Wochen dauern - momentan wäre das noch zu anstrengend für die beiden. Ende Januar oder Anfang Februar aber könnte es soweit sein, wie der Zoo nun bekannt gab. Nur wenige Minuten dauert ihre Erkundungstour über die Plattform. Danach brauchten die beiden ein Schläfchen.

Mini-Star. Die Kamera liebt Meng Xiang.
Mini-Star. Die Kamera liebt Meng Xiang.Foto: promo

Die Eltern der Panda-Zwillinge leben seit Sommer 2017 als Leihgabe Chinas im Berliner Zoo. Dafür zahlt der Zoo eine jährliche Gebühr, die den Angaben nach vollständig in Artenschutzprojekte fließt. Durch das Geld werden Zucht, Schutz und Wiederauswilderung finanziert. Denn die seltenen Bambusbären sind bedroht. Weltweit leben nur noch knapp 1 800 ausgewachsene Große Pandas in freier Wildbahn. Damit stehen sie auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. 

Dementsprechend froh war der Zoo, als Panda-Weibchen Meng Meng letzten Sommer Nachwuchs bekam. Es war die erste Panda-Geburt überhaupt in Deutschland. 

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