• Neue Runde der Aktion „Menschen helfen!“: Wie Berliner Vereine Hoffnung gespendet haben

Neue Runde der Aktion „Menschen helfen!“ : Wie Berliner Vereine Hoffnung gespendet haben

Für die Aktion „Menschen helfen!“ überwiesen unsere Leser zuletzt 425.000 Euro – Rekord. Vor dem Neustart eine Bilanz und ein Ausblick auf das neue Benefiz-Abo.

Grund zum Feiern. Ein Bild von der "Menschen helfen"-Spendengala im Frühling 2019.i
Grund zum Feiern. Ein Bild von der "Menschen helfen"-Spendengala im Frühling 2019.iFoto: Mike Wolff

„Ich habe eine Gänsehaut, wenn ich davon erzähle“, sagt Sybille Schumann, Projektkoordinatorin des Frauentreffs Schutzhülle e.V. Dank der Tagesspiegel-Weihnachtsaktion „Menschen helfen!“ 2018/19 konnten Frauen und Mütter aus Pflegestützpunkten, Flüchtlingsunterkünften, aus Seniorenresidenzen, von der evangelischen Kirche und von Kitas am „Sensitiven Malen“ mit den Kunsttherapeutinnen Noomi Fuchs und Gisela Bollinger teilnehmen. „Die Erlebnisse gingen oft tief.“ 2000 Euro hatte es für Kurs und günstige Flyer gegeben.

Einige Bilder hat Schutzhülle e.V. an der Rinkartstraße 13 für die Jahresbilanz des Tagesspiegels mitgeschickt. Im dicken Ordner „Nachweise Spendenaktion 2018/19“ sind schon viele Belege der 63 Hilfsinitiativen abgeheftet. Ein Jahr haben die Projekte Zeit, Rechenschaft abzulegen, wie sie die Leserspenden verwendet haben, also bis Ostern 2020.

Doch bevor wir am ersten Advent unsere Serie zur 27. Weihnachtsspendenaktion „Menschen helfen!“ 2019/2020 starten, wollen wir Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, einen Eindruck verschaffen, was Ihr Geld zuletzt alles bewirkt hat. Bei der Spendenfeier im Frühjahr war die Rekordsumme von 425.000 Euro an 63 Projekte vor allem in Berlin verteilt worden.

Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) sagte im Tagesspiegel-Verlagshaus, für sie sei es „einer der schönsten Termine“. Die Mitarbeiter der Spendenaktion und die Leser und Leserinnen „stehen ganz vorne beim ehrenamtlichen Engagement in unserer Stadt“, ihre Hilfe sei „eine zentrale Stütze unserer Stadtgesellschaft“.

Zwei Seiten. Ein Bild aus dem therapeutischen Malprojekt des Frauenprojekts Schutzhülle e.V.
Zwei Seiten. Ein Bild aus dem therapeutischen Malprojekt des Frauenprojekts Schutzhülle e.V.Foto: privat

„Ja, wir waren fleißig und haben Ihr Geld sinnvoll ausgegeben. Vielen Dank noch mal für alles (!!!)“, schreibt nun Frank-Werner Peter von der Klinik am Wittenbergplatz in Schöneberg. Dank seinem Plastisch-chirurgischen Centrum für Terroropfer e.V. (placet) können Kinder, die Opfer von Krieg, Folter oder Terror wurden, etwa im DRK Klinikum Westend, im Helios-Klinikum Emil von Behring sowie im Martin-Luther-Krankenhaus behandelt werden. Auch das Friedensdorf e.V. half etwa Damirjon aus Tadschikistan und Lurdes aus Angola – beide Kinder sind acht Jahre alt und haben sehr schwere Verbrennungen. Der Spendenverein „Spendenaktion Der Tagesspiegel“ unterstützte placet mit 15 000 Euro.

Das evangelische Kirchenprojekt Heilig-Kreuz-Passion hatte 3100 Euro erhalten – der Spendenverein verteilt Geld immer nach Bedarf und Effektivität im Abgleich zur Wunschsumme. Ulrich Davids, Einrichtungsleiter des Hospiz-Sterbezimmers für alkoholkranke Obdachlose, sandte Belegkopien über 3113,66 Euro, etwa für das Pflegebett, Handdesinfektionsmittel, Wundpflaster, Inkontinenzunterlagen und Rasierer. Big Friends for Youngsters (biffy Berlin) e.V. schickte die Mietnachweise der Postbank über 702,17 Euro monatlich für die Grimmstraße 15 an den Vermieter Prowo e.V., das Patenprojekt hatte 6800 Euro bekommen.

Geburt und Familie e.V. bekam 4500 Euro, damit ehrenamtliche „Welcome“-Helfer in Charlottenburg-Wilmersdorf Familien mit neugeborenen Mehrlingen oder Kindern mit Behinderung sowie alleinerziehende Mütter entlasten. Laut der Aufstellung über 1474,59 Euro wurden vor allem Präsente, Eintritte und Fahrtkosten für die Ehrenamtlichen ermöglicht. Der andere Teil des Geldes möge bitte ins nächste Haushaltsjahr übertragen werden, etwa für Fortbildungen. Auch da werden wir wieder genau hingucken und uns mit den Bedachten über das Erreichte freuen.

DAS SPENDENKONTO

Spenden können Sie gern aufs Spendenkonto, Empfänger: Spendenaktion Der Tagesspiegel e.V., Verwendungszweck: „Menschen helfen!“, Berliner Sparkasse IBAN: DE43 1005 0000 0250 0309 42. BIC: BELADEBE. Bitte Namen und Anschrift für den Spendenbeleg genau notieren. Onlinebanking ist möglich.

DAS BENEFIZ-ABO

„Tagesspiegel verschenken und dabei Gutes tun!“ – unter diesem Motto hat der Spendenverein des Tagesspiegels mit dem Verlag ein Benefiz-Abo als Geschenk aufgelegt. Somit können unsere Leserinnen und Leser jetzt den Tagesspiegel im Abonnement an Freunde, Verwandte oder eine soziale Einrichtung verschenken: ein, drei oder sechs Monate. Je verschenkten Monat zum Abopreis von 56,40 Euro spendet der Tagesspiegel 20 Euro an die traditionelle Aktion „Menschen helfen!“ für bedürftige Menschen in Berlin, Brandenburg und dem Ausland. Dieses Jahr rufen wir unsere Leser, die Internet- und Social-Media-User zum 27. Mal auf, zugunsten von ausgewählten Projekten, vor allem im Kinderschutz, zu spenden, aber auch für arme, alte und kranke Menschen.

Die Spendenserie startet wieder am 1. Advent. Alle Infos zum Benefiz-Geschenk-Abo: www.tagesspiegel.de/verschenken. Fragen per Telefon? Mo–Fr 7–19.30 Uhr; Sa–So 8–12 Uhr: (030) 290 21-550.

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