Neue Sicherheitstechnik : Bundespolizei wird mit Bodycams ausgestattet

Nach kurzer Verzögerung kommen die Körperkameras nun doch. Die Geräte sollen Angriffe auf Beamte dokumentieren.

Alles im Blick. Die Bodycams der Bundespolizei.
Alles im Blick. Die Bodycams der Bundespolizei.Foto: Kay Nietfeld/dpa

Nun macht auch die Bundespolizei mit. Am Montag stattet sie die ersten Beamten mit Körperkameras, sogenannten Bodycams, aus. Zunächst in Berlin. Nach dem Auswerten der Ergebnisse sei danach sukzessive die Erweiterung geplant, teilte ein Sprecher mit. Der Einsatz hatte sich verzögert, weil nach Angaben der Behörde noch weitere Beamte auf die neue Technik geschult werden mussten. Bedenken des Gesamtpersonalrats, der am Freitag nicht zu erreichen war, seien inzwischen weitgehend beseitigt, heißt es.

Die Bodycams sollen Angriffe gegen die Beamten dokumentieren, aber bei Straftaten auch als Beweismittel eingesetzt werden. Die Deutsche Bahn hat damit nach ihren Angaben bereits Erfolg gehabt und erweitert nach einem Testlauf, der ebenfalls in Berlin stattfand, nun den Einsatz der Kameras bei ihren Mitarbeitern im Sicherheitsdienst.

Bedenken bei Brandenburgs Linken

Auch die Polizei in Brandenburg wartet auf eine Gesetzesänderung, um die Bodycams einführen zu können. Bisher ist nur das Filmen aus Fahrzeugen per Polizeigesetz erlaubt. Die Polizei lasse die Kameras vor allem bei Verkehrskontrollen laufen, sagte ein Sprecher. Bei Bedarf können die Aufnahmen direkt in die Leitstelle übertragen werden. Vor einer Gesetzesänderung muss nach Ansicht der Linken aber noch geklärt werden, wie mit der Aufnahmemöglichkeit bei einem Einsatz in einer Wohnung umgegangen wird.

Intern haben die Brandenburger, wie auch die Bundespolizei, bereits getestet, ob die Kameras technisch den Anforderungen entsprechen. Beide Behörden waren nach ihren Angaben damit zufrieden.
Im Berliner Koalitionsvertrag ist vorgesehen, bei der Landespolizei ebenfalls einen zweijährigen Versuch mit Bodycams zu machen. Wie weit man ist, war bisher nicht zu erfahren.

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