Neujahrsempfang in Berlin : Premiere für den Präsidenten

Frank-Walter Steinmeier lädt zum ersten Neujahrsempfang seiner Amtszeit. Er trifft dort Bürger, die sich um ihre Mitmenschen verdient gemacht haben.

Gerade noch hielt Frank-Walter Steinmeier die Weihnachtsansprache. Jetzt lädt er zum Neujahrsempfang.
Gerade noch hielt Frank-Walter Steinmeier die Weihnachtsansprache. Jetzt lädt er zum Neujahrsempfang.Foto: REUTERS/Michael Kappeler

Zum ersten Mal lädt Frank-Walter Steinmeier am heutigen Dienstag als Bundespräsident zum Neujahrsempfang ins Schloss Bellevue. Neben den Repräsentanten des öffentlichen Lebens wird er gemeinsam mit Frau Elke Büdenbender auch etwa 70 verdiente Bürger empfangen, die sich um das Gemeinwohl in besonderer Weise verdient gemacht haben.

Berlin und Brandenburg sind diesmal mit sechs beziehungsweise sieben auf vielfältige Weise engagierten Menschen gut vertreten. Sie stehen auch für die große Bandbreite der Ehrenamtlichen bei ihren vielfältigen Einsätzen. Regine Lorenz und Norbert Lorenz helfen im ambulanten Kinderhospiz „Berlin Herz“ unheilbar kranken Kindern, aber auch deren Eltern und Geschwistern. Thomas Noppen vermittelt mit seiner Organisation „HiMate!“ Geflüchteten Gutscheine für Kultur- und Freizeitangebote. Christoph Pesewin setzt sich für seelisch kranke Kinder und Jugendliche ein, und Angela Schulz bietet Besichtigungen in Berliner Apotheken an. Wolf-Peter Glöde hat als Gründungsmitglied der Jazzinitiative Berlin zur Musikförderung und zum beschwingten Lebensgefühl beigetragen.

Die Einladung ins Schloss als Dankeschön

In Brandenburg leitet Kenneth Anders aus Oderaue das Filmfestival Provinziale. Ilona Launhardt aus Märkisch Luch engagiert sich als Vorsitzende des Vereins „LOTUS International“ für benachteiligte Menschen, vor allem in Sri Lanka, und Hans-Joachim Weidner aus Hohenbocka leitet mit dem Spreewaldmarathon die größte brandenburgische Sportveranstaltung. Catrin Seeger aus Rathenow ist Mitbegründerin des „Netzwerks der brandenburgischen Frauenhäuser“ und Marita Münzner aus Michendorf ist in der Obdachlosenhilfe engagiert. Lisa Müntz aus Ketzin setzt sich für die Interessen von Kindern im Bereich Feuerwehr ein. Und Christoph Miethke aus Potsdam hilft mit neurochirurgischen Implantaten mit bei der gesundheitlichen Versorgung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Er entwickelte ein spezielles Ventil, das bei der Behandlung des Wasserkopfes (Hydrocephalus) hilft und führt sein 1992 gegründetes Unternehmen vorbildlich auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern.

Die Einladung ins Schloss ist auch als Dank gemeint. Wenn die Repräsentanten des öffentlichen Lebens wieder weggefahren sind, ehrt der Bundespräsident die Engagierten noch mit einem gemeinsamen Mittagessen.

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