Pilotprojekt in Mitte : Müllsheriffs im Einsatz - Bilanz: "keine Sünder"

Das Pilotprojekt der sogenannten "Waste Watchers" verlief erfolglos. Auch die Einsatzkräfte in Neukölln kosten mehr als durch Geldbußen reinkommt.

Spermüll in der Weser-/Ecke Rütlistr. in Berlin-Neukölln.
Spermüll in der Weser-/Ecke Rütlistr. in Berlin-Neukölln.Foto: Thilo Rückeis

Zwei sogenannte „Waste Watchers“ haben sich in Mitte drei Monate lang auf die Suche nach Verursachern von wildem Müll begeben. Das Ergebnis des Pilotprojektes: Null Verstöße konnten nachgewiesen werden. Damit hatte man nach den guten Erfahrungen in Neukölln nicht gerechnet.

Doch auch dort ist die Finanzbilanz negativ: Die Einsatzkräfte kosten mehr als durch Geldbußen reinkommt. Im Doppelhaushalt 2018/19 sind pro Bezirk acht Stellen für sogenannte Müllsheriffs vorgesehen. Von Dassel hofft nun darauf, diese dem Ordnungsamt zuführen zu können. Die neuen Mitarbeiter könnten dann in der unmittelbaren Nachbarschaft von illegalen Müllplätzen alle Wohnungen abklingeln und so einen Abschreckungseffekt erzielen. 24.000 Kubikmeter illegal abgeladenen Sperrmüll holt die BSR jedes Jahr von den Straßen Berlins.

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