Bei Kontrollen in Berlin : Polizisten finden Butterflymesser und Paintballwaffen

Bei Einsätzen haben Beamte in Wedding und Wilmersdorf in Autos Waffen gefunden. Zwei Männer wurden vorübergehend festgenommen.

Polizei im Einsatz (Symbolbild).
Polizei im Einsatz (Symbolbild).Foto: dpa

Mehrfach haben Polizisten bei Einsätzen am Sonntag Waffen in Autos gefunden. In Wedding entdeckten Beamte am Mittag vier sogenannte "Gotcha-Waffen" im Kofferraum eines BMW. Dabei handelt es sich laut Polizei um Paintballwaffen, mit denen man Farbe schießen könne.

Ein Passant hatte beobachtet, wie mehrere Menschen in der Sprengelstraße mit "Langwaffen" hantierten und die Polizisten gerufen. Die trafen sieben junge Männer im Alter von 21 bis 25 Jahren an, die nach Angaben des Zeugen mit den Waffen auf Wohnhäuser zielten.

Daraufhin untersuchten die Polizisten deren Fahrzeug. Ein 21-Jähriger soll sich dabei den Maßnahmen widersetzt und die Beamten beleidigt haben. Er wurde vorläufig festgenommen und die Waffen beschlagnahmt.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetz.

Eine Sprecherin erklärte, Paintballwaffen dürfe man erst mit 18 Jahren kaufen, wie auch Schreckschusswaffen dürften sie nicht in der Öffentlichkeit geführt und gezeigt werden. Beschmutzungen an den Häuserwänden seien überdies nicht entdeckt worden.

Butterflymesser in der Mittelkonsole

In Wilmersdorf fanden Polizisten am Sonntagabend bei einer Verkehrskontrolle an der Detmolder Ecke Mecklenburgische Straße ein griffbereites Butterflymesser in der Mittelkonsole eines BMW. Der 30-jährige Fahrer hatte zuvor versucht, einer Polizeikontrolle zu entkommen, indem er laut Polizei den Beamten ausweichen wollte und dann "provokativ" unmittelbar vor einem Polizisten abbremste.

Der Mann soll die Polizisten ebenfalls beleidigt und sich widersetzt haben. Er wurde vorläufig festgenommen. Neben dem Messer bemerkten die Beamten an seinem BMW technische Mängel und "nicht zulässige bauliche Veränderungen", weshalb das Auto sichergestellt wurde. Zuvor waren den Polizisten bereits lautstarke Fahrgeräusche aufgefallen.

An dem Pkw war laut Polizei ein Klappenschalldämpfersystem montiert. Nun wird wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidung und Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt. (Tsp)

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