Berlin-Charlottenburg : Gefährliche Flucht vor der Polizei

Auf der Flucht vor der Polizei raste ein 20-Jähriger mit einem Taxi am Mittwochabend über die Stadtautobahn und durch Charlottenburg. Auch ein geplatzter Reifen hielt ihn nicht auf.

Polizei im Einsatz (Symbolbild).
Polizei im Einsatz (Symbolbild).Foto: dpa

Am Mittwochabend gegen 19.50 Uhr fiel Polizeibeamten auf der A 113 in Treptow ein Taxi ohne Taxischild auf, das sie bereits vor einigen Tagen kontrolliert hatten. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Bei dieser Kontrolle hatten die Beamten unter anderem eine Strafanzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs geschrieben. Sie entschieden sich deshalb, dem Fahrzeug auf der A 100 hinterher zu fahren, um die Fahrweise des Fahrers zu beobachten.

Dieser erkannte die Polizisten offenbar ebenfalls wieder, gab daraufhin an der Ausfahrt Konstanzer Straße unvermittelt Gas und raste davon. Er verließ die Autobahn und fuhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit weiter durch die Stadt. Hierbei missachtete er mehrere rote Ampeln und nutzte teilweise die Gegenfahrbahn. An der Kreuzung Detmolder Straße/Blissestraße kam das Auto von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Zaun. Hierbei verlor das Fahrzeug mehrere Teile, was den Fahrer jedoch nicht davon abhielt, seine riskante Flucht fortzusetzen.

Reifen geplatzt

Er fuhr wieder auf die Autobahn, wo ihm der linke Vorderreifen platze. Aber auch das brachte den Mann nicht dazu anzuhalten. Trotz des defekten Reifens raste er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit davon, bis er schließlich von mehreren Polizeistreifen in Höhe der Zufahrt Messedamm gestoppt werden konnte.

Neben dem 20-Jährigen Fahrer, bei dem der Verdacht bestand, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehen könnte, befanden sich in dem Wagen nach Angaben der Polizei noch zwei weitere Männer sowie eine schwangere Frau. Die beiden Beifahrer wurden im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Schwangere sowie der 20-jährige Fahrer wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Frau blieb zur Beobachtung dort.

Kein Führerschein, keine Versicherung

Der Fahrer, gegen den unter anderem ein Vorführbefehl bestand, blieb nach einer Blutabnahme bis zur Feststellung seiner Haftfähigkeit im Krankenhaus. Ermittlungen ergaben, dass der Mann zudem nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, für das Fahrzeug keine Pflichtversicherung besteht und das angebrachte Kennzeichen zu einem anderen Fahrzeug des 20-Jährigen gehört, dass ebenfalls keine bestehende Versicherung hat. Die Ermittlungen dauern an. (Tsp)