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Berlin-Gropiusstadt : Zwei Tage, drei Brände: Polizei vermutet Brandstiftung

Zum dritten Mal innerhalb von 48 Stunden löschte die Feuerwehr einen Brand im selben Neuköllner Plattenbau - Polizei geht von Brandstiftung aus.

Feuerwehr im Einsatz (Symbolbild).
Feuerwehr im Einsatz (Symbolbild).Foto: Paul Zinken/dpa

Zum dritten Mal innerhalb von zwei Tagen ist die Feuerwehr am Sonntagabend zu einem Plattenbau in Neukölln ausgerückt. Im Keller eines Elfgeschossers in der Ringslebenstraße in Gropiusstadt brach wieder Feuer aus, wie schon zwei Mal zuvor. Gegen 21 Uhr sei der Notruf eingegangen, so ein Sprecher. Ein 46-jähriger Mieter bemerkte, dass in einem Kellerverschlag Gegenstände brannten und alarmierte die Feuerwehr.

Wenige Stunden zuvor, kurz nach 18 Uhr, kämpften die Einsatzkräfte auch schon im selben Haus gegen ein Feuer. Ein Bewohner war auf brennende Farbeimer im Hausflur aufmerksam geworden und versuchte zunächst, sie selbst zu löschen - erfolglos. Fünf Verletzte gab es am Sonntag, einer musste ins Krankenhaus. Noch werden die Wohnungen entlüftet, die Feuerwehr verwahrt bis zur Entwarnung die Wohnungsschlüssel der Mieter, twitterte sie in der Nacht.

Der erste Brand ereignete sich am Sonnabend. Sechs Frauen und sechs Männer sind bei dem Feuer in der Nacht zu Sonntag verletzt worden. Kurz nach 23 Uhr bemerkten Anwohner des Wohnhausesan der südlichen Berliner Stadtgrenze Rauch, der aus dem Keller kam, und alarmierten Polizei und Feuerwehr. Während sich Mieter und Besucher des Hauses selbst vor das Gebäude begaben, mussten weitere Personen aus dem verqualmten Treppenhaus gerettet werden. Insgesamt brachte die Feuerwehr nach eigenen Angaben 50 Personen in Sicherheit. 82 Einsatzkräfte seien am Ort gewesen, die Freiwillige Feuerwehr habe geholfen.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus

Feuerwehrleute löschten die Flammen im Keller. Fünf Frauen und vier Männer wurden am Ort von Rettungskräften und Notärzten behandelt. Eine 31-Jährige Besucherin, ein 17 Jahre alter Besucher und ein 29-jähriger Mieter kamen mit Rauchgasvergiftungen zu Behandlungen in Krankenhäuser.

Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Ermittlungen zur mutmaßlichen Brandstiftung führt ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt Berlin. (Tsp)

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