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Berlin-Lichtenberg : "Verdächtige Auffindesituation" eines Skeletts: Mordkommission ermittelt

Arbeiter entdecken an einer Bauruine in Berlin-Lichtenberg ein Skelett. Wie es dort lag, findet die Mordkommission verdächtig und ermittelt nun.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Bei Abriss- und Räumungsarbeiten in Berlin-Lichtenberg, konkret in Alt-Hohenschönhausen, ist am Mittwochnachmittag auf einem verwilderten Grundstück ein Skelett gefunden worden. Ein Zeuge habe gegen 15 Uhr die Polizei alarmiert, sagte eine Sprecherin. Nun ermittelt die Mordkommission in dem Fall.

Nach Angaben der Polizei waren die Männer bei Räumarbeiten in der Nähe einer Plattenbauruine an der Hauptstraße gegen 15.10 Uhr zunächst auf den Schädel gestoßen, dann auf das Skelett. Es war laut Polizei mit Erde und Gestrüpp bedeckt. "Die Auffindesituation ist verdächtig", sagte eine Sprecherin. Daher werde nun der Verdacht auf ein Tötungsdelikt geprüft - der sei nicht ausgeschlossen. Normalerweise würden Tote nicht von Erde und Gestrüpp bedeckt irgendwo in Bauruinen herumliegen, hieß es.

Obduktion am Freitag

Das Skelett wurde geborgen, das Gelände wurde abgesperrt. Es wurde von Experten der Spurensicherung abgesucht. Die Ermittler vermuten, dass es sich bei dem Skelett um den Leichnam eines Mannes handelt. Genaue Erkenntnisse auf die Identität und ebenso zur Todesursache verspricht sich die Mordkommission von der Obduktion. Die war zunächst für Donnerstag geplant und ist nun für Freitag vorgesehen. Ob Identität und Todesursache bei dem Skelett überhaupt noch bestimmt werden können, sei völlig offen. Erst dann könnten die Ermittler versuchen zu rekonstruieren, was geschehen ist, hieß es.

Zunächst hatte sich die Polizei mit einer Einschätzung der Lage zurückgehalten. Am Donnerstagvormittag hieß es noch, es sei völlig normal, dass die Mordkommission bei einem Leichenfund ermittelt. Es müsse sich nicht um ein Verbrechen handeln, der Tote könnte auch ein Obdachlose gewesen sein.

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