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Berlin-Mitte : 17-Jährige ins Gleisbett gestoßen

Gefährliche Körperverletzung: Eine offenbar verwirrte Frau attackierte eine 17-Jährige am U-Bahnhof Alexanderplatz und stieß sie in das Gleisbett.

Der Eingang zum U-Bahnhof Alexanderplatz in Berlin-Mitte.
Der Eingang zum U-Bahnhof Alexanderplatz in Berlin-Mitte.Paul Zinken/dpa

Eine offenbar verwirrte Frau ging Montagnachmittag am U-Bahnhof Alexanderplatz auf eine Jugendliche los. Das teilte die Berliner Polizei am Dienstag mit. Die 17-Jährige stand gegen 16.40 Uhr auf dem Bahnsteig der Linie U 5, als sie plötzlich von der Frau attackiert wurde. Diese zog ihr an den Haaren und schlug sie. Am Ende stieß die 41 Jahre alte Angreiferin die junge Frau ins Gleisbett. Ein Polizist, der zufällig in der Nähe war, konnte die Frau überwältigen. Die 17-Jährige konnte selbstständig aus dem Gleisbett klettern. Rettungskräfte brachten die Angreiferin in eine Klinik, in der sie nun psychiatrisch betreut wird.

Die 17-Jährige zog sich durch den Sturz leichte Verletzungen zu, die Sanitäter der Berliner Feuerwehr vor Ort behandelten. Neben der Gefahr in einer solchen Situation, von einem Zug erfasst zu werden, müsse man immer auch an den Starkstrom in einer eigenen Schiene neben den Gleisen denken, sagt BVG-Sprecherin Petra Nelken.

Fällt eine Person ins Gleis, ob durch jemand anderen gestoßen oder weil sie gestolpert ist, sind die anderen Menschen am Bahnsteig dazu angehalten, die roten Nothalt-Hebel nach unten zu ziehen, die an jedem Bahnsteig vorhanden sind. Dadurch bekommt der Zugführer ein rotes Haltesignal – fährt also nicht in den Bahnhof ein. Außerdem wird dadurch die Stromschiene abgeschaltet. Für denjenigen, der ins Gleisbett gefallen ist, besteht somit nicht die Gefahr, sich durch einen Schlag durch Starkstrom zu verletzen.

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