Berlin-Neukölln : Fassungslosigkeit über Vandalismus an Mahnmal für Burak Bektaş

Unbekannte haben das Mahnmal für den ermordeten Burak Bekta ş in Berlin-Neukölln beschädigt. Die SPD ruft zu Solidarität gegen rechten Terror auf.

Anfang April wurde die Statue an der Rudower Straße enthüllt.
Anfang April wurde die Statue an der Rudower Straße enthüllt.

Gerade einmal zwei Wochen stand die zwei Meter hohe Bronzefigur mit dem Hahnenkamm an der Rudower Straße in Neukölln, Gedenkort für den ermordeten Burak Bektaş. Vor wenigen Tagen wurde sie von Unbekannten mit einer Chemikalie überschüttet, die bläulich angelaufene Bronze ist jetzt von weißlichen Schlieren überzogen. Während die Berliner Polizei noch nach Hinweisen zur der Tat sucht, zeigte sich die Neuköllner SPD "fassungslos". "Es ist unerträglich, dass der Ort des Gedenkens an das Opfer einer bis heute nicht aufgeklärten Tat auf diese feige Weise attackiert wurde", sagte der Neuköllner Kreisvorsitzende Severin Fischer. Die Tat soll sich zwischen dem 14. und 18. April ereignet haben.

Burak Bektaş wurde 2012 auf offener Straße erschossen, der Täter feuerte ohne Vorwarnung auf den 22-Jährigen und seine vier Begleiter. Nach wie vor ist der Täter unbekannt. Am Samstag ist in Neukölln eine Demonstration unter dem Titel "Gemeinsam gegen rechten Terror" geplant, Initiative eines breiten Bündnisses, das sich mit den Betroffenen solidarisch zeigen möchte. Fischer erklärte: "Ich setze darauf, dass die Neuköllner Zivilgesellschaft am Samstag ein klares Zeichen gegen den rechten Terror in unserem Bezirk setzt. Die Neuköllner SPD steht dabei geschlossen an ihrer Seite."

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