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Berlin-Neukölln : Frau stirbt bei Wohnungsbrand - Polizei entdeckt Indoorplantage

In einem Mehrfamilienhaus ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Eine Frau kam dabei ums Leben. Bei den Rettungsarbeiten wurde eine Cannabisplantage gefunden.

Foto: Imago / Snapshot

Um 3 Uhr in der Nacht zum Donnerstag rückte die Berliner Feuerwehr mit 30 Einsatzkräften zu einem Wohnungsbrand am Kottbusser Damm aus. Auf der zweiten Etage im Hinterhaus eines Fünfgeschossers brannten Einrichtungsgegenstände. Die Einsatzkräfte konnten verhindern, dass das Feuer auf andere Wohnungen in dem Haus überschlug.

Für eine Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät, Rettungskräfte konnten nur noch ihren Tod feststellen. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden an. Zur Brandursache und zur Identität des Toten gab die Feuerwehr keine Auskunft, nun ermittelt die Polizei.

Im Rahmen der Brandbekämpfung in Neukölln begingen die Rettungskräfte mehrere Wohnungen und entdeckten in einer eine Cannabisplantage. Die Beamten der Polizei sicherten vor Ort Beweismittel. Erst am Montagmorgen hatte die Polizei in Brandenburg eine riesige Cannabisplantage entdeckt. Laut Polizei steht die Brandursache aber nicht im Zusammenhang mit der Plantage.

Fünf Tote bei Bränden in einer Woche

In dem noch jungen Jahr sind in Berlin bereits sieben Menschen bei Wohnungsbränden gestorben. Erst am Mittwoch waren bei einem Wohnungsbrand im Märkischen Viertel in Reinickendorf zwei Personen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich um eine ältere Frau und einen älteren Mann, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Die Brandursache war am Mittwochabend noch unklar.

Allein in dieser Woche kamen fünf Personen ums Leben. Die Feuerwehr spricht von tragischen Fällen, nicht jedoch von einer gemeinsamen Ursache. Im kompletten vergangenen Jahr starben in Berlin 18 Personen durch Feuer in ihrer Wohnung.

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