Berlin-Wilmersdorf : Heiße Spur zum mutmaßlichen Selfie-Einbrecher

Nachdem er sich mit einem geklauten Handy fotografierte, wurde das Selfie dieses Mannes zum Fahndungsfoto. Nun wurden seine Wohnungen durchsucht.

Foto: Polizei Berlin / TSP

Der mutmaßliche Einbrecher, der sich selbst per Handy-Foto überführt hat, ist zwar noch nicht gefasst, doch Kriminalbeamte stellten freitagfrüh in zwei Berliner Wohnungen vermutliche Tatbekleidungen und weitere Beweisstücke sicher.

Wie berichtet, war der Mann vermutlich im August 2017 gegen 2 Uhr nachts durch ein offenes Fenster in eine Souterrain-Wohnung an der Düsseldorfer Straße in Wilmersdorf eingedrungen und hatte dort aus der Handtasche der 67-jährigen Mieterin Geld, persönliche Papiere und ihr Handy gestohlen. Als die Bewohnerin durch seine Geräusche aufwachte und nach dem Rechten sah, ergriff er mit seiner Beute die Flucht.

Im iCloud-Speicher entdeckte die Frau das verräterische Selfie

Auf die Spur des mutmaßlichen Täters kam die 67-Jährige einige Zeit später ganz alleine. Sie rief über ein anderes Smartphone mit ihren Login-Daten den iCloud-Speicher auf, in dem die Fotos ihres entwendeten Handys extern gesichert sind.

Als sie diese durchsah, entdeckte sie plötzlich das Kopfbild eines ihr völlig unbekannten Mannes. Es musste der mutmaßliche Täter sein. Er hatte mit dem gestohlenen Handy ein Selfie von sich gemacht, das laut Polizei automatisch in der Cloud gespeichert wurde.

Die Frau übermittelte ihren Fund der Polizei, diese veröffentlichte das Selfie am vergangenen Mittwoch als Fahndungsfoto. Danach ging alles rasch. Ein Zeitungsleser erkannte den Mann und informierte die Ermittler.

Anschließend wurden zwei Wohnungen in Neukölln und Charlottenburg-Wilmersdorf durchsucht, in denen der Mann gemäß seiner Melde- und Aufenthaltsanschrift in letzter Zeit gelebt haben soll. Ihn selbst trafen die Beamten dort nicht an. Da sein Name aber bekannt ist, läuft die Fahndung nach ihm nun auf Hochtouren.

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