Berliner Feuerwehr in Spandau : Mit Kran und Schutzanzug: 200-Kilo-Leiche geborgen

In Berlin-Spandau ist ein Verstorbener längere Zeit unentdeckt geblieben. Die Berliner Feuerwehr musste mit Spezialgerät und Chemieschutzanzügen anrücken.

Die Feuerwehr musste mit einem Kran anrücken.
Die Feuerwehr musste mit einem Kran anrücken.Foto: Berliner Feuerwehr

In Berlin-Spandau ist die Leiche eines Mannes gefunden worden, der offenbar längere Zeit unentdeckt in seiner Wohnung lag. Für die Bergung der Leiche aus dem 5. Obergeschoss im Ortsteil Staaken, unweit der Heerstraße, musste die Feuerwehr mit einem größeren Aufgebot anrücken.

Ein Kran und das Höhenrettungsteam der Feuerwehr kamen zum Einsatz. Mehrere Baumkronen mussten abgesägt und auf dem Parkplatz vor dem Haus mehrere Fahrzeuge umgesetzt werden, um die Leiche über einen Balkon zu bergen. Der Einsatz dauerte acht Stunden und war erst gegen Mittnacht beendet.

Kein Hinweis auf eine Gewalttat

Der Grund für den ungewöhnlichen Aufwand: Der Leichnam war nach Angaben der Polizei deutlich mehr als 200 Kilogramm schwer. Insgesamt 25 bis 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz, teils mussten sie Chemieschutzanzüge und Atemschutzmasken angelegen. Die Leiche habe bereits fortgeschrittene Veränderungen aufgrund von Fäulnis aufgewiesen, hieß es. Deshalb konnte vorerst auch die Identität des Mannes nicht eindeutig geklärt werden.

Hinweise auf Gewalt oder einen Selbstmord ergaben sich für die Polizei zunächst nicht. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet, die Rechtsmedizin prüft nun die Todesursache.