Charlottenburg-Wilmersdorf : Haftbefehl für Drogenhändler ausgestellt

Der Tatverdächtige lagerte mehrere Kilogramm verschiedener Drogen sowie eine Waffe in seiner Wohnung. Nach der Durchsuchung hat die Polizei ihn festgenommen.

Polizei im Einsatz (Symbolbild).
Polizei im Einsatz (Symbolbild).Foto: dpa

Am Samstag nahm die Berliner Polizei einen bekannten Drogenhändler fest, gegen den noch am Sonntag ein Haftbefehl ausgestellt wurde. Am Montag wurde gegen den 30-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen Drogenhandels eingeleitet.

Daraufhin erließ ein Richter einen Durchsuchungsbeschluss, den die Ermittler mit Hilfe eines Spezialeinsatzkommandos am Samstag in der Leibnizstraße in Charlottenburg vollstreckten. Unterstützt wurden die Fahnder von zwei Kollegen der Diensthundeführereinheit und zwei Rauschmittelspürhunden. Nach gewaltsamer Öffnung der Wohnungstür wurde der Verdächtige sowie eine 28-jährige Frau in seiner Wohnung angetroffen und beide vorläufig festgenommen.

Videokameras haben den Hauseingang überwacht

Bei der Durchsuchung entdeckten die Drogenermittler mehrere Videokameras, die sowohl Bilder von der Wohnung als auch den Hauseingang und die Straße live auf einen Monitor übertrugen. Weiterhin lagerte der Tatverdächtige einen fünfstelligen Geldbetrag - vermutlich Handelserlös - sowie eine scharfe Handfeuerwaffe und rund 890 Gramm Amphetaminpaste, 1,7 Kilogramm Marihuana, circa 200 Gramm Ketamin, etwa 400 Gramm Haschischprodukte sowie verschreibungspflichtige Medikamente und Dopingmittel. Die gefundenen Gegenstände beschlagnahmten die Ermittler daraufhin.

Während der 30-Jährige aufgrund von leichten Verletzungen zunächst ambulant in einem Krankenhaus versorgt wurde, vernahmen die Ermittler die 28-Jährige und entließen sie anschließend. Nach der Behandlung brachten die Beamten den Tatverdächtigen zur Gefängnissammelstelle.

Zeitnaher Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen

Am Sonntag wurde der bereits polizeibekannte und vorbestrafte 30-Jährige einem Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher daraufhin einen Untersuchungshaftbefehl aussprach. Die Beamten leiteten zusätzlich weitere Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Geldwäschegesetz, Datenschutzgesetz und Arzneimittelgesetz ein. (Tsp)

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