Feuerwehreinsätze in Friedrichshain : Polizei ermittelt nach Brandserie in Berlin

Schon wieder hat es nachts in Berlin gebrannt, diesmal in einem Mehrfamilienhaus. Die Polizei ermittelt nun, ob es eine Verbindung zwischen den Taten gibt.

Die Feuerwehr im Einsatz. Symbolbild.
Die Feuerwehr im Einsatz. Symbolbild.Foto: Snapshot/Imago

Bereits zum dritten Mal in Folge musste die Berliner Feuerwehr in der Nacht von Freitag auf Samstag in Friedrichshain ausrücken. Die Polizei ermittelt, ob zwischen den Bränden ein Zusammenhang besteht. Dieses Mal waren es mehrere Müllcontainer eines Mehrfamilienhauses in der Seumestraße, die in Flammen aufgingen.

Die Bewohner alarmierten die Einsatzkräfte, als sie das Feuer im Müllraum bemerken. Noch bevor die Feuerwehr den Ort erreichte, hatten sie das Haus verlassen und warteten an der Ecke Simplonstraße auf Hilfe.

Wenig später trafen die Brandbekämpfer ein und löschten die Flammen. Die Wartenden konnten sicher zurück in ihre Wohnungen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Einen politischen Hintergrund vermutet die Polizei bisher nicht

Auch in den beiden vorangegangenen Nächten ist es in Friedrichshain zu Bränden gekommen. In der Nacht auf Donnerstag brannte in der Umgebung des Ostbahnhofs unter anderem ein Kleintransporter, ein Mülleimer und der Sonnenschirm eines Cafés. Die Polizei suchte sogar mit einem Hubschrauber nach den Verantwortlichen.

In der darauffolgenden Nacht standen in der Dossestraße zwei parkende Autos in Flammen. Auch bei diesen Feuern ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung.

Bis jetzt gebe es laut Polizei zwar keine Hinweise auf einen Zusammenhang der Taten, die Brandkommission ermittle aber weiter in diese Richtung. Einen politischen Hintergrund vermutet die Polizei bisher nicht.

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte sich am Donnerstag im Abgeordnetenhaus zur Häufung von Autobränden in Berlin geäußert: Auch er gehe davon aus, dass nur etwa ein Drittel der aktuellen Brandstiftungen politisch motiviert seien. Bei der Mehrheit der Fälle handle es sich um Versicherungsbetrug oder Vandalismus.