Flucht vor der Polizei : Barfuß und betrunken über die Stadtautobahn gerast

Nach einer Verfolgungsfahrt fassten Polizisten zwei Jugendliche im Audi der Mutter des jüngeren. Die mutmaßlichen Raser waren betrunken – und barfuß.

Rasendes Auto bei Nacht.
Rasendes Auto bei Nacht (Symbolbild).Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Fahren ohne Führerschein, viel zu schnell, betrunken, im fremden Auto, über Rot und unter Verdacht eines verbotenen Autorennens: Eine ganze Reihe von Anzeigen ist gegen zwei Jugendliche ergangen. In der Nacht zu Montag stoppten Polizisten einen 14- und einen 19-Jährigen auf einem Supermarktparkplatz in der Rudower Straße in Neukölln, nachdem sie ihnen über die Stadtautobahn aus Wilmersdorf kommend gefolgt waren. Das teilte die Polizei am Montag mit.

Die Ermittler hatten gegen 1.50 Uhr einen Audi mit zwei Insassen bemerkt, der deutlich zu schnell auf der A100 auf der linken Spur gen Süden fuhr. Auf Höhe der Detmolder Straße haben die Beamten eine Geschwindigkeit von 140 Stundenkilometer gemessen – erlaubt sind hier Tempo 80.

Die Polizisten versuchten den Fahrer mit einem Signal zu stoppen, der jedoch beschleunigte auf bis zu 188 km/h, schaltete zwischenzeitlich das Licht aus und verließ schließlich an der Johannisthaler Straße den Stadtring. Dort bog der Fahrer den Ermittlern zufolge bei Rot ab und trat auf der Johannisthaler Straße erneut aufs Gas: 130 statt der erlaubten 30 Stundenkilometer.

Die Fahrt endete schließlich auf dem Supermarktparkplatz, wo die Polizisten die mutmaßlichen Raser fassten. Die Beamten gehen davon aus, dass sie dort einen Fahrerwechsel durchführen wollten.

Nach eigener Aussage hatten die beiden Jugendlichen bei einer Feier Alkohol getrunken und daraufhin den Autoschlüssel der Mutter des 14-Jährigen genommen. Bei dem 19-Jährigen wurde ein Alkoholwert von 1,1 Promille gemessen, der jüngere war weniger stark alkoholisiert. Wer von beiden am Steuer saß, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Laut Polizei waren die beiden Jugendlichen barfuß losgefahren. Das ist nicht verboten; es sei denn, man ist Berufskraftfahrer, erklärte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. (Tsp)