Gewalt und Exhibitionismus in Berlin : Brutale Übergriffe in U-und S-Bahn

In der U-Bahn verletzen drei Männer einen Mann und schlagen Scheiben ein. In der S-Bahn zeigt ein Mann einem 14-Jährigen sein Geschlechtsteil.

Berliner Ringbahn (Symbolbild).
Berliner Ringbahn (Symbolbild).Foto: Paul Zinken/dpa

Zwei Übergriffe in U- und S-Bahn ereigneten sich in den vergangenen Tagen. Am Montagabend haben bislang Unbekannte einen Mann in Neukölln verletzt und anschließend in einer U-Bahnstation randaliert. Die drei Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren hatten gegen 22.20 Uhr einen 27-Jährigen in der U7 mit Tritten, Schlägen und Reizgas nach anfänglicher Pöbelei malträtiert.

Nachdem das Opfer im U-Bahnhof Grenzallee schließlich die Notbremse gezogen hatte und in die Fahrerkabine geflüchtet war, ergriffen die Täter die Flucht. Auf dem Weg aus dem U-Bahnhof in Richtung Ballinstraße zerschlugen sie mehrere U-Bahnscheiben, einen Abfertigungsspiegel sowie mehrere Schaufensterscheiben von Werbetafeln.

Der 27-jährige Mann wurde leicht verletzt. Die beschädigte U-Bahn war nicht mehr fahrfähig und musste ersetzt werden. Der Zugverkehr war für etwa zehn Minuten unterbrochen.

23-Jähriger entblößt Geschlechtsteil vor 14-jährigem Schuler

Die Ringbahn war Schauplatz eines anderen Verbrechens: Am Freitagnachmittag nahm die Bundespolizei zwei Männer vorläufig fest, die einen minderjährigen Jungen in der Bahn geschlagen und sich vor ihm entblößt hatten. Gegen 15.10 Uhr pöbelten die augenscheinlich alkoholisierten Männer in der S-Bahn zwischen Landsberger Allee und Greifswalder Straße andere Reisende zunächst verbal an.

Als sie einen 14-Jährigen nach seiner Herkunft fragten und dieser antwortete, aus Bulgarien zu stammen, beleidigte einer der beiden, ein 36-jähriger Pole, den Jungen und schlug ihm ins Gesicht. Sein 23-jähriger ebenfalls aus Polen stammender Begleiter entblößte sein Geschlechtsteil vor dem Schüler. Der ältere Mann ist wegen Eigentums- und Gewaltdelikten bereits polizeibekannt. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren ein. (Tsp)

20 Kommentare

Neuester Kommentar