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Jugendliche beinahe ertränkt : Nach mutmaßlichem Mordversuch an der Havel - Verdächtiger liegt im Koma

Ein junger Mann soll versucht haben, eine 17-Jährige in der Havel zu ertränken. Die Frau wurde gerettet - doch er selbst ist nicht bei Bewusstsein.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Nach der grausamen Tat in Spandau ist Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt worden. Der Tatverdächtige liegt nach Polizeiangaben noch im Krankenhaus, er ist weiter in Lebensgefahr. Da er deshalb nicht dem Haftrichter vorgeführt werden kann, sollte es am Mittwochabend eine sogenannte symbolische Vorführung geben - der Richter hätte den Haftbefehl ohne persönliche Vorführung erlassen. Laut Staatsanwaltschaft kam es dazu aber nicht, weil der junge Afghane auf der Intensivstation im Koma liegt.

Am Dienstagvormittag hatte der 19-Jährige eine 17-Jährige in die Havel geschubst. Dann sprang der Heranwachsende hinterher und versuchte mehrfach, sie unter Wasser zu drücken. Letztlich hatte das Mädchen dann mehr Glück, ihr gelang es, sich ans Ufer zu retten. Sie kam mit einer Unterkühlung in ein Krankenhaus.

Der Tatverdächtige, der vermutlich nicht schwimmen kann, wurde anschließend von Beamten der Wasserschutzpolizei herausgezogen. Er musste von einem Notarzt der Feuerwehr reanimiert werden und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er ist bislang nicht ansprechbar. Tatort war die Havel in Höhe der Straße.

Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine Beziehungstat, die Jugendliche soll eine „Bekannte“ des Mannes sein. Bei ihm handelt es sich um einen seit 2015 in Deutschland lebenden Flüchtling aus Afghanistan. Ob er in der nahe dem Tatort gelegenen Flüchtlingsunterkunft lebt, ist unklar. Die Jugendliche hat die deutsche Staatsangehörigkeit, sie stammt dem Vernehmen nach vom Balkan. Sie hat nach Einschätzung der Polizei „viel Glück“ gehabt. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

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