Kiloweise Drogen und 127.000 Euro Bargeld : Angeklagter in Berlin schiebt Drogenfund auf Rockerszene

Mehr als zehn Kilo Kokain und andere Drogen haben Ermittler bei einem 40-Jährigen gefunden. Der sagt, ein Bekannter habe seine Wohnung als Bunker benutzt.

Vier Kilogramm Kokain hatte der 40-Jährige in seiner Wohnung in Reinickendorf gebunkert. (Symbolbild)
Vier Kilogramm Kokain hatte der 40-Jährige in seiner Wohnung in Reinickendorf gebunkert. (Symbolbild)Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Kiloweise Drogen und rund 127.000 Euro in bar: Diesen Fund machten Polizisten in der Wohnung eines 40-Jährigen in Berlin-Reinickendorf. Fünf Monate nach seiner Festnahme hat der Mann am Montag vor dem Landgericht zugegeben, in Rauschgiftgeschäfte verstrickt gewesen zu sein. Die sichergestellten Drogen und das Geld hätten aber einem Bekannten aus der Türsteher- und der Rockerszene gehört, erklärte der 40-Jährige zu Prozessbeginn.

Eine spontane Verkehrskontrolle im Stadtteil Friedrichshain hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Als Autofahrer sei der Angeklagte wegen eines Handy-Verstoßes gestoppt worden, berichtete ein Polizist als Zeuge. Er und seine Kollegen hätten Cannabisgeruch wahrgenommen. Im Fahrzeug des Angeklagten hätten sich verschiedene Drogen befunden. Anschließend sei die Wohnung des Verdächtigen durchsucht worden. „Im Wohnzimmer und in der Küche lag Rauschgift offen herum.“

Ein Mann aus der Rockerszene habe seine Wohnung als Bunker genutzt

Beamte stellten unter anderem knapp vier Kilogramm Kokain, fast drei Kilogramm Haschisch sowie fast vier Kilogramm synthetische Drogen sicher. Zudem beschlagnahmten sie mutmaßliche Handelserlöse in Höhe von rund 127.000 Euro.

Der Angeklagte gab an, nach der Trennung von seiner langjährigen Lebensgefährtin habe er sich in Partys gestürzt und Rauschgift konsumiert. Ein Mann aus der Türsteher- und der Rockerszene, dessen Namen er aus Angst nicht nennen wolle, habe seine Wohnung als Bunker benutzt. „Ich wurde immer häufiger für Botendienste verpflichtet.“ Später habe er auch geholfen, Drogen für den Verkauf zu verpacken. Der Prozess wird am 5. Februar fortgesetzt. (dpa)