Mord an Berliner Geschäftsmann : Angeklagte weisen Vorwürfe zurück

Im Januar 2018 wurde die Leiche eines 38-Jährigen aus Berlin-Marzahn in Ahrensfelde gefunden. Vor Gericht stritten die Angeklagten die Tat ab.

Der Eingang des Landgerichts Berlin mit dem Schriftzug des Gerichts und dem Berliner Wappen.
Der Eingang des Landgerichts Berlin mit dem Schriftzug des Gerichts und dem Berliner Wappen.Foto: Taylan Gökalp/dpa

Nach dem gewaltsamen Tod eines Geschäftsmannes in Berlin-Marzahn vor rund zwei Jahren hat vor dem Landgericht der Prozess wegen Mordes begonnen. Angeklagt sind ein 38-Jähriger und ein 40 Jahre alter Mann. Aus Habgier sollen sie das 54 Jahre alte Opfer in seiner Wohnung oder in der unmittelbaren Umgebung abgepasst und erwürgt haben. Die aus Lettland und Georgien stammenden Verdächtigen wiesen die Vorwürfe nach Verlesung der Anklage am Dienstag zurück. „Ich habe das nicht getan“, erklärte der 40-Jährige. Weitere Angaben machten die Männer nicht. 

Spaziergänger hatten die Leiche am Wuhlefließ in Ahrensfelde (Landkreis Barnim) entdeckt. Die Anklage geht davon aus, dass der Getötete nach dem Verbrechen am 12. Januar 2018 zunächst im Fahrzeug des 38-Jährigen versteckt und das Opfer dann im Pkw des 40-Jährigen zur Landesgrenze zu Berlin gebracht worden sei. Vor, während oder nach der Tötung hätten die Angeklagten das in der Wohnung des Bauunternehmers versteckte Bargeld in Höhe von 50 000 bis 100 000 Euro an sich genommen.

Zwischen dem deutschen Opfer und den beiden Angeklagten habe es geschäftliche Beziehungen gegeben, hieß es am Rande der Verhandlung. Einer der Verdächtigen sei als Bauleiter in der Firma des 54-Jährigen tätig gewesen. Zuletzt sei es zu Unstimmigkeiten gekommen.

Die beiden Männer seien während der Ermittlungen im Umfeld des Getöteten zunächst als Zeugen vernommen worden, so der Staatsanwalt. Widersprüche in ihren Angaben hätten die Polizei auf ihre Spur geführt. Weitere Indizien wie die Auswertung von Funkzellendaten hätten schließlich zur Verhaftung der Verdächtigen im Mai 2019 geführt. Der Prozess wird am 13. Februar fortgesetzt. (dpa)