Mutmaßlicher Raub und gefährliche Körperverletzung : Festnahmen nach zwei Überfällen in Marzahn

Drei Jugendliche wurden am Samstagabend wegen zwei mutmaßlicher Raubtaten und gefährlicher Körperverletzung festgenommen.

Blaulicht auf einem Polizeiwagen (Symbolbild).
Blaulicht auf einem Polizeiwagen (Symbolbild).Foto: dpa

Am Samstagabend sind in Biesdorf drei Jugendliche wegen zwei mutmaßlichen Raubtaten und gefährlicher Körperverletzung festgenommen worden.

Nach bisherigen Ermittlungen soll eine 17-Jährige gegen 21.30 Uhr am Elsterwerdaer Platz von zwei der Beschreibung nach jungen Männer beleidigt worden sein. Aus Angst holte sie ihr Pfefferspray aus der Handtasche und steckte es in ihre Jackentasche. Daraufhin soll sie von einem Tatverdächtigen mit einem Messer bedroht worden sein, während der andere in die Jackentasche griff und das Pfefferspray an sich nahm. Anschließend flüchteten die beiden in Begleitung von zwei jungen Frauen.

Etwa eine Stunde später sollen zwei junge Männer am Elsterwerdaer Platz einen Jugendlichen mit einem Messer bedroht und sein Handy gefordert haben. Bevor der 17-Jährige es herausgeben konnte, griff ein Tatverdächtiger in die Jackentasche und nahm sich das Telefon. Anschließend soll ein Tatverdächtiger dem Jugendlichen ins Gesicht geschlagen und ihm einen Kniestoß in den Bauch versetzt haben.

Ein 53-jähriger Passant bemerkte den Überfall und eilte dem Jugendlichen zu Hilfe, woraufhin er, vermutlich mit dem zuvor geraubten Reizgas, besprüht wurde. Die mutmaßlichen Räuber flüchteten in Begleitung von zwei jungen Frauen. Zeitgleich hatten Passanten die Polizei alarmiert und den eingetroffenen Beamten den Fluchtweg gezeigt.

Diese nahmen wenig später eine 15-Jährige, einen 17-Jährigen und einen 18-Jährigen fest. Das Handy des 17-Jährigen fanden die Einsatzkräfte am Festnahmeort. Der Überfallene hatte leichte Kopfverletzungen und der 53-Jährige Augenreizungen erlitten. Beide wurden am Ort von Rettungskräften behandelt.

Die drei Festgenommenen stehen im Verdacht, die Raubtaten und die gefährliche Körperverletzung begangen zu haben beziehungsweise an diesen beteiligt gewesen zu sein. Zu erkennungsdienstlichen Behandlungen wurde sie in Polizeigewahrsam genommen und im Anschluss der Kriminalpolizei der Direktion 6 übergeben. Die Ermittlungen zur zweiten mutmaßlichen Mittäterin dauern an.