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Nach Angriff auf Wohnungslosen in Ahrensfelde : Bahn will beschuldigte Securities nicht mehr einsetzen

Ein Zeuge filmte, wie zwei Sicherheitsmitarbeiter eines Subunternehmers einen Mann in der S-Bahn schlugen und zu Boden schubsten. Die Bahn zieht Konsequenzen.

Ein S-Bahn-Zug steht an einem Berliner Bahnhof
Ein S-Bahn-Zug steht an einem Berliner BahnhofFoto: Jochen Brockmann

Zwei Mitarbeiter der Deutschen Bahn sollen in einem S-Bahnzug einen wohnungslosen Mann angegriffen haben. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei am Samstagabend. Die beiden Sicherheitsmitarbeiter sollen den alkoholisierten 34-Jährigen gegen 21 Uhr an der Endstation der S 7 in Ahrensfelde geweckt haben. Zeugen hätten demnach beobachtet, wie einer der Securities den Mann mit der Faust ins Gesicht schlug und sein Kollege ihn danach zu Boden schubste. Ein Zeuge nahm den Vorfall mit seinem Handy auf und rief die Polizei.

Die beiden Sicherheitsmitarbeiter müssen sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Wie es zu der Auseinandersetzung kam, prüfen nun die Ermittler. Die Wohnungslose lehnte eine Behandlung seiner Verletzungen an Knie und Gesicht ab.

Ein Sprecher der Bahn teilte am Abend mit, man sei "bestürzt" über den Vorfall: "Das brutale Vorgehen der beiden Mitarbeiter des privaten Sicherheitsdienstes Securitas ist nicht zu rechtfertigen. Es beschädigt das Ansehen unserer Sicherheitskräfte in Dienstbekleidung." Sollte sich der Vorwurf im Zuge der Ermittlungen bestätigen, müssten die Mitarbeiter "zur Verantwortung gezogen werden". Ab sofort würden die beiden Männer des Subunternehmers bei der Bahn "nicht mehr eingesetzt" werden. (Tsp)