Nach Explosion in Lübbener Munitionsentsorgungswerk : Sprengstoffe in Wohnhaus von getötetem Mitarbeiter gefunden

Nach einer Explosion in einem Munitionsentsorgungswerk in Lübben haben Ermittler Sprengstoff im Haus eines getöteten Mannes gefunden, der zunächst als vermisst galt.

Die Luftaufnahme zeigt eine Betriebshalle des Munitionsentsorgungswerks Spreewerk nach einer Explosion.
Die Luftaufnahme zeigt eine Betriebshalle des Munitionsentsorgungswerks Spreewerk nach einer Explosion.Foto: Polizeidirektion Süd/Polizei/dpa

Eine Woche nach der Explosion in einem Munitionsentsorgungswerk im brandenburgischen Lübben hat die sächsische Polizei im Wohnhaus eines dabei getöteten Manns Sprengstoff entdeckt. Bei einer Durchsuchung des Wohngrundstücks des 55-Jährigen im Landkreis Görlitz seien große Mengen Explosivstoffe, pyrotechnische Gegenstände und Munition gefunden worden, teilte das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) am Freitag in Dresden mit. Aus Sicherheitsgründen seien die Sprengstoffe vor Ort von Spezialisten vernichtet worden.

Der 55-Jährige aus der Gemeinde Kreba-Neudorf galt nach der Explosion in dem Werk in Lübben am Freitag vergangener Woche zunächst als vermisst. Seine Leiche wurde tags darauf in den Trümmern des zerstörten Werksgebäudes gefunden. Die Firma im Landkreis Dahme-Spree ist auf die Zerlegung von Munition, Pyrotechnik, Raketen und Sprengmitteln spezialisiert.

Im Laufe der Ermittlungen der Brandenburger Polizei entstand der Verdacht, dass der Angestellte in seinem Wohnhaus gefährliche Stoffe gelagert haben könnte. Wie die Munition und die explosiven Stoffe dorthin kamen, war noch unklar. (afp)