Ohne Führerschein durch Mitte gerast : 16-Jähriger flüchtet im Auto vor der Polizei

Die Polizei verfolgt einen Jugendlichen, der in einem Auto durch Mitte rast. Nach der Festnahme stellt sich heraus, dass er zur Fahndung ausgeschrieben war.

Die Polizei (Symbolbild).
Die Polizei (Symbolbild).Foto: Roland Weihrauch

Polizisten nahmen am Sonnabend einen Jugendlichen in Mitte fest. Gegen 15.25 Uhr fiel der Besatzung eines Funkstreifenwagens ein VW Passat auf, der auf dem gesperrten Fahrstreifen des Tiergartentunnels unterwegs war. Die Streife entschloss sich, den Wagen anzuhalten und schaltete entsprechende Haltesignale ein, die der Fahrer missachtete. Stattdessen beschleunigte er und nutzte den Rettungsfahrstreifen zur Flucht.

An der Tunnelausfahrt Invalidenstraße ignorierte er die rote Ampel und überquerte die Invalidenstraße. An der Kreuzung Invalidenstraße/Minna-Cauer-Straße konnten Fußgänger gerade noch rechtzeitig zur Seite springen. Der VW-Fahrer flüchtete weiter, musste jedoch an der nächstfolgenden Kreuzung Minna-Cauer-Straße/Heidestraße verkehrsbedingt anhalten. Dort gelang es den Polizisten, den Fahrzeugführer zu stellen und zu überprüfen.

Wegen zweier Haftbefehle zur Fahndung ausgeschrieben

Der 16-jährige Fahrer konnte weder einen Führerschein noch eine Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug vorweisen. Darüber hinaus bestand der Verdacht, dass er unter dem Einfluss berauschender Mittel stand. Als sicher galt jedoch, wie sich wenig später herausstellte, dass er wegen zweier Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Berlin zur Fahndung ausgeschrieben war.

Die beiden Polizisten nahmen den Jugendlichen fest und brachten ihn in ein Gewahrsam. Dort wurde er nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen der Justiz überstellt. Der 16-Jährige muss sich nun wegen Fahrens ohne Führerschein und unter Einfluss berauschender Mittel, Fahren ohne Haftpflichtversicherung, Durchführen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten. (Tsp)