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Polizist soll Radfahrer verfolgt und abgedrängt haben : Polizei ermittelt nach Unfall in Kreuzberg intern

Ein Radfahrer stürzte nach einer Verfolgungsjagt mit der Polizei und verletzte sich schwer. Doch so wie es die Polizei anfangs darstellte, war es wohl nicht.

Mit dem Fahrrad durch Berlin.
Mit dem Fahrrad durch Berlin.Foto: dpa

Die Berliner Polizei hat interne Ermittlungen infolge eines Verkehrsunfalls auf genommen. Der Unfall hatte sich vergangenen Dienstag, den 9. April 2019, in der Kreuzbergstraße ereignet. Dabei zog sich ein 29-Jähriger schwere Kopfverletzungen zu. Die Polizei hatte zunächst mitgeteilt, dass der Radfahrer eine rote Ampel missachtete und anschließend sich einer Überprüfung durch Polizeikräfte entzog. Ohne erkennbare Fremdeinwirkung soll er dann vom Gehweg abgekommen und gegen einen Straßenbaum gestoßen sein.

Nachdem die Polizei ihre Pressemitteilung am 10. April veröffentlichte, widersprach ein Mitarbeiter des Fahrradladens "Schweinhund Bikes" ein Tag später auf Facebook dieser Darstellung: Die Verfolgungsjagd habe vor seiner Ladentür geendet. "Der Motorradcop hat dann auf Höhe des Ladens versucht den Verfolgten abzudrängen." Dabei habe es "definitiv einen direkten Kontakt" zwischen Rad- und Motorradfahrer gegeben, infolgedessen der Radfahrer stürzte.

Die Polizei hat den Mitarbeiter des Fahrradladens kontaktiert und wohl auf dessen Beitrag die Ermittlungen erweitert. (Tsp)