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Razzia in der linksextremistischen Szene : Vier Häuser in Berlin durchsucht

Am frühen Morgen haben Polizei und Staatsanwaltschaft ein Haus und drei Wohnungen von Linksextremisten durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs.

Die Scharnweberstraße 38 in Friedrichshain.
Die Scharnweberstraße 38 in Friedrichshain.Foto: Polizei Berlin

Hintergrund der Razzia ist ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs. Ende Januar waren mehrere Aktivisten in das Haus der Bundespressekonferenz eingedrungen und hatten dort gegen Waffenlieferungen in die Türkei protestiert. Eine Minute hielten sie mehrere Transparente in die Kameras der Journalisten mit Parolen wie "Waffenexporte stoppen" oder "Krieg beginnt hier". Nach der Aktion verließen die Personen von selbst den Saal, offenbar ungehindert, wie in einem Fernsehbeitrag zu sehen ist.

Auf Twitter veröffentlichte die linksextremistische Szene am Dienstag nur die Meldung, dass ein bekanntes linkes Objekt Ziel der Razzia war: "Heute morgen haben Bullen die Scharni 38 in #Berlin #Friedrichshain gestürmt. Es wurde niemand mitgenommen und es geht allen den Umständen entsprechend ok. Bitte streut keine Gerüchte." Die Scharnweberstraße 38 ist ein Wohnprojekt in Friedrichshain. Bei den drei anderen Objekten soll es sich um Wohnungen handeln. Bekannte Szenehäuser wie die Rigaer 94 waren nicht betroffen.