Razzien im Glücksspiel-Milieu : LKA kontrolliert berlinweit Gaststätten und Wettbüros

Am Donnerstag rückten Polizei, Finanzamt und Steuerfahnder in fünf Bezirken zu Kontrollen aus. In drei Vierteln der Kontrollen gab es Beanstandungen.

In Berlin hat die Polizei Gaststätten, Wettbüros und Spielhallen kontrolliert.
In Berlin hat die Polizei Gaststätten, Wettbüros und Spielhallen kontrolliert.Foto: Arne Dedert/dpa

Zu einem Großeinsatz in Sachen Glücksspiel sind am Donnerstag Einsatzkräfte des Landeskriminalamts ausgerückt. Sie kontrollierten insgesamt 27 Gewerbeeinrichtungen, davon 18 Gaststätten, fünf Wettbüros und vier Spielhallen in den Bezirken Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Treptow-Köpenick und Tempelhof-Schöneberg. Das teilte die Polizei am Freitag mit.

An dem Einsatz beteiligt waren Mitarbeiter der Bezirksämter Spandau und Treptow-Köpenick sowie der Wirtschaftsverwaltung, des Finanzamtes und der Steuerfahndung, außerdem die Bereitschaftspolizei. Im Fokus: Illegales Glücksspiel und Verstöße gegen das Spielrecht.

Bei 20 Betrieben gab es Verstöße

In knapp drei Vierteln der Fälle wurden die Beamten fündig – in 20 der kontrollierten Gewerberäume gab es Beanstandungen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. In der Zeit zwischen 11 und 18 Uhr wurden zehn Straftaten in Form illegalen Glücksspiels festgestellt, außerdem 43 spielrechtliche Ordnungswidrigkeiten. Darunter fallen unter anderem Verstöße gegen das Spielhallengesetz, die Spielverordnung, Jugendschutz- und Nichtrauchergesetz.

Insgesamt 76 Geldspiel- und Wettautomaten wurden kontrolliert, davon wurden drei Automaten versiegelt, weil sie laut Polizei nicht den spielrechtlichen Bestimmungen entsprachen.

In der Nonnendammallee nahmen die Ermittler einen 53-Jährigen in einer Gaststätte fest, gegen den ein Haftbefehl vorlag. Beschlagnahmt wurden außerdem zwei Kilo unverzollter Shisha-Tabak.

Erst Ende März waren stadtweit Razzien in Spielstätten durchgeführt worden, wobei 14 Spielhallen kontrolliert wurden. Hier lag die Beanstandungsquote sogar bei 80 Prozent.

In der Vergangenheit hatte es wiederholt Gewerbe-Razzien in Shisha-Bars und Gaststätten gegeben. Die Verbundeinsätze von Bezirken, Ämtern und Polizei fanden auch vor dem Hintergrund der Bekämpfung von Clan-Kriminalität statt.

1 Kommentar

Neuester Kommentar