Spektakuläre Verfolgungsjagd : Fahrer ohne Führerschein rammt drei Polizeiautos und einen Bus

Am Sonntag ist ein Mann ohne Fahrerlaubnis und mutmaßlich unter Drogeneinfluss vor der Polizei geflüchtet. Dabei verursachte er mehrere Verkehrsunfälle.

Polizei im Einsatz (Symbolbild).
Polizei im Einsatz (Symbolbild).Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Am Sonntagabend ist ein 33-jähriger Toyota-Fahrer vor der Polizei geflohen. Dabei verursachte er eine Reihe von Unfällen mit einem Bus und mehreren Pkw, darunter drei Funkwagen der Polizei. Der Fahrer des Fluchtfahrzeugs und vier Einsatzkräfte der Polizei wurden verletzt. Gegen den Mann wird wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Fahren unter Beeinflussung von Alkohol und Drogen ermittelt.

Ein Funkwagen der Polizei wollte am Sonntagabend ein Fahrzeug auf der Gabriele-Tergit-Promenade überprüfen, als der 33-jährige Fahrer flüchtete. Dabei kam es zu mehreren Verkehrsunfällen.

Der erste Unfall ereignete sich mit dem Funkwagen, der den 33-Jährigen verfolgte, in der Dudenstaße. Kurz danach kollidierte der Wagen mit einem BVG Bus der Linie 104, dann mit einem Ford in der Mussehlstraße und einem geparkten Jaguar im Schulenburgring. Dieser wurde auf einen parkenden BMW geschoben.

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Außerdem stieß der Toyota mit zwei weiteren Einsatzwagen der Polizei zusammen, die zur Verstärkung gerufen wurden. Die zwei Funkwagen waren nach den Verkehrsunfällen laut Polizei nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Dabei wurden die vier Einsatzkräfte aus den beiden Autos verletzt – drei von ihnen mussten ihren Dienst beenden. Auch der 33-jährige Fahrer wurde verletzt. Nach seiner Festnahme im Schulenburgring kam er in ein Krankenhaus. Dort wurde ein Alkohol- und Drogentest durchgeführt. Das Fluchtfahrzeug beschlagnahmte die Polizei.

Psychologische Begutachtung

Wie ein Sprecher der Polizei dem Tagesspiegel mitteilte, befand sich der 33-Jährige am Montagvormittag noch immer zur Beobachtung im Krankenhaus. Dort werde er psychologisch begutachtet, da eine diesbezügliche Erkrankung vorliegen könnte.

Bis Mitternacht soll es zwecks Spurensicherung zu umfangreichen Verkehrssperrungen im Bereich der Unfallstellen gekommen sein, so die Polizei. (Tsp)