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Tatort Alexanderplatz : Zähne ausgeschlagen, mit Messer attackiert

Am Montag Abend wurde ein 23-Jähriger angegriffen und schwer verletzt. Am Alex kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Carolina Schwarz
Der Alexanderplatz gilt als Kriminalitätsschwerpunkt.
Der Alexanderplatz gilt als Kriminalitätsschwerpunkt.Foto: dpa

Erneut ist es am Alexanderplatz zu einem Übergriff gekommen. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, liegt ein Mann nach einer Auseinandersetzung im Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht.

Den Angaben zufolge war es aus unbekannter Ursache gegen 21.40 Uhr zu einem Streit gekommen, "woraufhin sich circa 30 weitere Personen eingemischt haben sollen. Ein Unbekannter soll dem 23-Jährigen dann einen Kopfstoß gegen seinen Mund versetzt haben. Ein weiterer bisher unbekannt gebliebener Täter soll ihm dann mit einem Messer in den Rücken gestochen haben". Der 23-Jährige verlor bei dem Angriff mehrere Zähne; die Stichverletzungen waren laut Polizei oberflächlich. Die Gruppe konnte flüchten.

Am Dienstagnachmittag sagte Polizeisprecherin gegenüber dem Tagesspiegel, dass bisher noch keine Ursache für den Streit oder Tatverdächtige bekannt wären. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Kein Einzelfall

Auch am vergangenen Donnerstagnachmittag, den 12.Oktober, kam es auch zu einer Auseinandersetzung, bei dem ein 22-Jähriger mit einem Messer schwer verletzt wurde. Ein 24-jähriger Tatverdächtiger wurde vor Ort festgenommen. Die Mordkommission hatte die Ermittlungen wegen eines ersuchten Tötungsdelikt übernommen.

Am Samstag, den 14. Oktober, war es genau fünf Jahre her, dass Jonny K. auf dem Alexanderplatz sein Leben verlor. Der 20-Jährige, der auf dem Heimweg von einer Geburtstagsfeier war, wurde von sechs ihm unbekannten Jugendlichen zu Tode geprügelt. Seine Familie leidet bis heute unter dem Verlust – die Täter sind alle wieder in Freiheit.

Kriminalitätsbekämpfung

Trotz massiv erhöhter Polizeipräsenz auf dem Alexanderplatz konnte die massive Gewalt bisher nicht eingedämmt wieder. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Vorfällen. Aus diesem Grund soll ab Dezember die "Alexwache" samt Videoüberwachung für mehr Sicherheit sorgen. Fünf Beamte und 20 zusätzliche Polizisten sollen vor Ort eingesetzt werden, um die Wache rund um die Uhr besetzten zu können.