Trauer um Manfred Stolpe : Landesregierung und Kirche gedenken Ex-Ministerpräsident

Manfred Stolpe „war das Gesicht und die Stimme Brandenburgs.“ Auch Bürger können an der Gedenkfeier am 21. Januar teilnehmen.

Manfred Stolpe (SPD), ehemaliger Ministerpräsident von Brandenburg, aufgenommen während eines Interviewtermins im Landtag. Mit Traueranzeigen in Berliner und Brandenburger Tageszeitungen haben Landesregierung, Landtag und führende Kirchenvertreter des gestorbenen Ex-Ministerpräsidenten Manfred Stolpe gedacht.
Manfred Stolpe (SPD), ehemaliger Ministerpräsident von Brandenburg, aufgenommen während eines Interviewtermins im Landtag. Mit...Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Mit Traueranzeigen in Berliner und Brandenburger Tageszeitungen haben Landesregierung, Landtag und führende Kirchenvertreter des gestorbenen Ex-Ministerpräsidenten Manfred Stolpe gedacht. „Brandenburg trauert um einen herausragenden Politiker und warmherzigen, charismatischen Menschen“, erklärten Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke in einer gemeinsamen Anzeige am Samstag.

„Er war das Gesicht und die Stimme Brandenburgs.“ Landesbischof Christian Stäblein erinnerte an Stolpes Wirken als Leiter des Sekretariats des Bundes der evangelischen Kirchen in der DDR: „Manfred Stolpe brachte Menschen zusammen, baute Brücken und war ein Anwalt der Menschenrechte, unbeugsam, ausgleichend und in festem Gottvertrauen.“

Bundespräsident Steinmeier wird gedenken

Weitere Anzeigen wurden von Kirchengemeinden und Organisationen geschaltet. Stolpe war nach schwerer Krankheit Ende Dezember im Alter von 83 Jahren gestorben. Mit einer Gedenkfeier in der Potsdamer Nikolaikirche will das Land Brandenburg am 21. Januar an den ersten Ministerpräsidenten nach der Wende erinnern.

Wie die Staatskanzlei am Samstag mitteilte, wird Stäblein die Predigt halten. Zudem wollen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth und Woidke in Reden Stolpe gedenken. Neben geladenen Gästen können bei begrenztem Platz auch Bürger teilnehmen. Auf Wunsch des Verstorbenen werde das Landespolizeiorchester spielen, so die Staatskanzlei. Die Gedenkfeier wird auf einer Videoleinwand vor der Kirche und im rbb live übertragen. (dpa)