Update

Unglück in Hoppegarten : Zwei Männer von Zug erfasst und getötet

Weil sie eine herabgelassene Schranke ignorierten, sind zwei Männer am Dienstag von einem Zug tödlich verletzt worden.

Krankenwagen mit Blaulicht (Symbolbild).
Krankenwagen mit Blaulicht (Symbolbild).Foto: dpa

Am Morgen warnte die Bundespolizei in sozialen Netzwerken noch vor Leichtsinn am Bahnübergang. Am Abend musste die Bundespolizei nach Birkenstein, ein Ortsteil von Hoppegarten, ausrücken. Dort, dicht hinter der Berliner Stadtgrenze, waren gegen 18.15 Uhr zwei Männer getötet worden. Sie waren an der geschlossenen Schranke vorbei über die Gleise gelaufen. Ein Regionalzug der Niederbarnimer Eisenbahn erfasste die Männer, sie waren auf der Stelle tot. Der Zug, der als RB5176 nach Lichtenberg wollte, kam nach einer Gefahrenbremsung in Höhe des S-Bahnhofs zum Stehen. Die etwa 50 Fahrgäste konnten zunächst den Zug nicht verlassen. Die Identität und das Alter der Männer waren auch am Mittwoch noch ungeklärt. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Nach Angaben einer Sprecherin des Präsidiums Frankfurt (Oder) kamen die beiden Männer aus Richtung des Gewerbegebiets, also von Süden. Die Bahnstrecke Berlin-Küstrin war bis 21.50 Uhr gesperrt, davon betroffen war auch die S-Bahn von und nach Strausberg. Zwischen Mahlsdorf und Hoppegarten fuhren keine Züge. Fahrgäste der S5 beklagten sich bei Twitter über mangelhafte Informationen. Laut Bundespolizei geschah der Unfall um 18.15 Uhr. Um 18.16 Uhr sollte am Bahnsteig eine S-Bahn nach Strausberg abfahren, um 18.17 Uhr nach Berlin. Möglich sei, dass die beiden Männer einen der Züge erreichen wollten, hieß es. Die Regionalbahn fährt auf einem dritten Gleis am Bahnübergang und hält nicht in Birkenstein.

Die Bahn hat die Zahl der Bahnübergänge in den letzten Jahren deutlich verringert. In Berlin gibt es noch 19, 2002 waren es noch 31. In Brandenburg halbierte sich die Zahl in diesem Zeitraum fast von 1665 auf 882. Dennoch gibt es pro Jahr bundesweit immer noch 50 Tote durch leichtsinniges Verhalten. Am Dienstagmorgen twitterte die Bundespolizei, dass bei einer Kontrolle 17 Fußgänger und zwei Autofahrer erwischt wurden. Das wird teuer: Das vorbeifahren an einer Schranke kostet Autofahrer 700 Euro, Fußgänger und Radfahrer 350.

2006 waren ebenfalls zwei Menschen bei einem Unfall an einem Bahnübergang in Berlin getötet worden.