Vatertag in Berlin : Doppelt so viele Brandeinsätze wie in "normalen" Nächten

Die Feuerwehr erhielt in der Nacht 28 Brandmeldungen - normal sind etwa 10 bis 15. Unter anderem standen drei Motorroller in Flammen.

Feuerwehr im Einsatz. (Symbolbild)
Feuerwehr im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa

Ob es auf die von Linksautonomen angekündigten "Chaostage" oder vielleicht auf den Vatertag zurückzuführen ist, konnte die Polizei nicht sagen. Jedenfalls musste die Feuerwehr in der Nacht zu mehreren Einsätzen ausrücken, weil Fahrzeuge in Flammen standen oder es auf einem Spielplatz brannte.

In Lichtenrade zündeten demnach Unbekannte um kurz nach 22 Uhr eine Hütte auf einem Spielplatz in der Nahariyastraße an, sie brannte vollständig ab. Kurz nach 23 Uhr brannte in Schöneberg dann ein Motorroller in der Kirchbachstraße an der Ecke zur Alvenslebenstraße, die von einem Anwohner alarmierten Feuerwehrkräfte löschten die Flammen. Ein weiterer Motorroller wurde in Neukölln gegen 23 Uhr von Unbekannten in der Lichtenrader Straße in Brand gesteckt, und ein dritter gegen 1 Uhr in der Zossener Straße in Hellersdorf. Hier beobachtete ein Zeuge sogar mehrere Jugendliche, die sich zuvor an dem Fahrzeug zu schaffen gemacht hätten.

28 Brandmeldungen in einer Nacht

"Klar, es ist Feiertag, da sind mehr Menschen auf der Straße und viele trinken zu viel", so eine Sprecherin, einen direkten Zusammenhang zu den Bränden wollte sie aber nicht herstellen. Das wollte auch ein Feuerwehr-Sprecher nicht, allerdings sprach er von einer "äußerst arbeitsamen Nacht" für die Einsatzkräfte: 28 Brandmeldungen erreichten die Notrufzentrale zwischen 22 und 6 Uhr - in einer normalen Nacht sind es etwa 10 bis 15. "Es waren auch viele Fehleinsätze dabei, etwa wegen des Rauches einer Zigarette im Treppenhaus", so der Sprecher.

Aber es habe durchaus mehrere Kleinbrände gegeben, die Nacht habe "hervorgestochen". Wenn auch nicht zu vergleichen mit Silvester, der arbeitsintensivsten Nacht für die Feuerwehr (444 Brandmeldungen waren es in diesem Jahr). Allerdings sei die Gesamtzahl der Notrufe insgesamt mit 353 in dieser Nacht im normalen Bereich geblieben, die meisten davon erfolgten im Rettungsdienst. Verletzt wurde niemand.