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Zugbegleiterin aus der Bahn gestoßen : Gewalttäterin aus Lübben ermittelt

Im Dezember schubste eine Schwarzfahrerin eine Schaffnerin aus dem Zug und trat sie mit den Füßen. Jetzt ist die Täterin ermittelt: eine 19-Jährige.

Eine Regionalbahn verlässt den Bahnhof Calau. Hier war die Täterin eingestiegen.
Eine Regionalbahn verlässt den Bahnhof Calau. Hier war die Täterin eingestiegen.Foto: Jörn Hasselmann

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung identifizierten Bundespolizisten nun die Täterin, die eine Zugbegleiterin am Bahnhof Lübben angegriffen und verletzt hatte. Die Frau reiste am 10. Dezember 2017 mit der Regionalbahn von Calau nach Lübben. Bei der Fahrausweiskontrolle konnte sie für sich und ihr Fahrrad kein gültiges Ticket vorweisen. Als die Zugbegleiterin die Schülerin am Bahnhof Lübben aufforderte eine Nachlöse zu entrichten, wurde sie von der jungen Frau aus dem stehenden Zug gestoßen und an den Haaren in eine nicht einsehbare Ecke des Bahnsteigs gezerrt. Dort trat die junge Frau die 43-jährige Zugbegleiterin und flüchtete anschließend mit ihrem Begleiter in Richtung Stadtmitte.

Durch zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung konnten die Ermittler eine 19-jährige Tatverdächtige aus Lübben identifizieren und vernehmen. Der Fall soll an die Staatsanwaltschaft Cottbus zur weiteren Entscheidung übergeben werden. Die Bundespolizei bedankte sich am Montag bei allen Hinweisgebern.

So hatte der Tagesspiegel am 11. Dezember berichtet:

Am Sonntagmorgen schubste eine Frau ohne Fahrausweis eine Zugbegleiterin am Bahnhof Lübben in Brandenburg aus dem Zug. Danach zerrte sie die 43-Jährige hinter den Fahrstuhl am Bahnsteig und trat sie mehrmals mit den Füßen.

Die bislang unbekannte Frau reiste am 10. Dezember 2017 mit der Regionalbahn von Calau nach Lübben. Für sich selbst und ihr mitgeführtes Fahrrad konnte sie keinen gültigen Fahrausweis vorweisen. Als die Reisende gegen 8:00 Uhr am Bahnhof Lübben von der Zugbegleiterin aufgefordert wurde, eine Nachlöse zu entrichten, schubste sie diese aus dem stehenden Zug und zerrte sie in eine nicht einsehbare Ecke am Bahnsteig 1.

Dort trat die unbekannte Frau mehrmals auf die Zugbegleiterin ein, währenddessen lud ihre männliche Begleitung die mitgeführten Fahrräder aus dem Zugabteil. Nach der Tat flüchteten beide mit ihren Rädern in Richtung Stadtmitte.

Wer hat die Frau gesehen?

Die Bundespolizei leitete nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen Unbekannt ein und sucht nach der Täterin.

Laut Personenbeschreibungen handelte es sich bei der Angreiferin um eine junge Frau, die etwa 170 cm groß ist und eine schlanke Gestalt hat. Ihr blondes Haar trug sie zu einem Zopf gebunden. Die etwa 18 bis 23 Jahre alte Frau war mit einer auffälligen lilafarbigen Jogginghose bekleidet. Die Hose war mit Malerfarbe bespritzt. Weiterhin trug sie einen bordeauxfarbigen Parka mit braunem Fell abgesetzter Kapuze.

Die männliche Person, welche als Zeuge gesucht wird, ist ca. 25 Jahre alt, schlank und ca. 180 cm groß. Er trug eine schwarze Kapuzenjacke und graue Jogginghosen.

Zeugen, die sachdienliche Angaben geben können, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei zu melden. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Forst unter der Rufnummer 03562/6936-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Zudem kann auch die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei (0800 / 6 888 000) genutzt werden. (Tsp)